Von einer Waffenruhe im Libanon fehlt weiter jede Spur
Während der US-Präsident deftige Postings absondert, haben Israel und die Hisbollah bei Trumps Deal nichts mitzureden. Daran halten sollen sie sich aber schon
Während der US-Präsident deftige Postings absondert, haben Israel und die Hisbollah bei Trumps Deal nichts mitzureden. Daran halten sollen sie sich aber schon
Von wegen Waffenruhe: Am Mittwoch gingen die Kämpfe im Libanon weiter. Israels Armee griff an mehreren Orten an, laut libanesischen Berichten gab es einige Verletzte. Die Hisbollah griff ihrerseits israelische Stellungen auf libanesischem Gebiet mit Kampfdrohnen an. Niemand wurde dabei verletzt.
Am Montag hatte US-Präsident Donald Trump verkündet, dass im Nahen Osten nun die Waffen schweigen würden. Laut dem Text der Absichtserklärung, die am Freitag in der Schweiz unterzeichnet werden soll, umfasst diese Waffenruhe nicht nur den Iran, Israel und die Golfstaaten, sondern auch den Libanon.
Das ist insofern bemerkenswert, als beide Kampfparteien im Libanon bei dieser Absichtserklärung nichts mitzureden hatten, sich nun aber an sie halten sollen. Israel hat laut US-Medien darum gebeten, wenigstens nachträglich einen Blick auf den Text der Vereinbarung werfen zu dürfen – doch selbst diese Bitte blieb verwehrt.
Somit mussten auch Israels Entscheidungsträger sich auf informellem Weg darüber informieren, was der Deal von ihnen verlangt. Arabische Medien hatten den mutmaßlichen Wortlaut veröffentlicht. "Von nun an werden sie keine feindseligen Aktionen mehr unternehmen und von der Androhung von Gewalt absehen", heißt es da laut Al-Arabiya. "Sie" – das sind die Hisbollah und Israels Armee.
Was aber ist mit "Androhung von Gewalt" gemeint? Ist eine israelische Truppenpräsenz im Südlibanon schon als solche Androhung zu verstehen? Teheran sagt ja: Laut iranischen Angaben wird von Israel erwartet, dass sich die Armee schrittweise aus dem Libanon zurückzieht.
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hingegen stellte klar, dass die eigenen Truppen "so lange wie nötig" im Libanon bleiben werden, um Israels Grenze abzusichern. Und er erhielt dafür den Rückhalt des US-Botschafters in Israel, Mike Huckabee. "Israel benötigt keine iranische Erlaubnis, sich zu verteidigen", schrieb er auf X.
Ob auch Trump das so sieht, ist unklar. Schließlich hat er es dem Iran ermöglicht, die Ereignisse im Libanon mit jenen im Iran zu verknüpfen. Der erste Punkt der 14-Punkte-Erklärung sieht eine Waffenruhe im Libanon vor.
Das ist paradox: Schließlich laufen parallel dazu seit Wochen Verhandlungen zwischen Israel und der libanesischen Regierung. Das Ziel der Gespräche in Washington ist es, dass die libanesische Regierung im Libanon stark genug ist, um die Hisbollah zu entwaffnen.
Nun überlassen die USA dem Iran die Entsche
📌 Kaynak
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