News des Tages: Abkommen zum Iran-Krieg, Nazi-Kartei, No Teams
Der Entwurf für das Iran-Abkommen ist offenbar durchgesickert, der US-Präsident poltert und droht. Und der SPIEGEL hat seine Nazi-Kartei aktualisiert und mit SS-Akten abgeglichen. Das ist die Lage am Mittwochabend.
Iran-Abkommen – wie versucht Trump, seine strategische Niederlage wegzuschimpfen?
Teams-Störung – waren Ihre Kollegen auch plötzlich »abwesend«?
Es gilt das gesprochene Wort. Diesen Hinweis geben Pressesprecher üblicherweise, wenn sie vorab die Redetexte von Politikern verschicken. Die Presse soll sich vorbereiten können, soll aber nur aus dem zitieren, was wirklich gesagt wird.
Beim Rahmenabkommen zum möglichen Ende des Irankriegs setzt Donald Trump auf die Maxime: Es gilt das gepöbelte Wort. Der Text des Entwurfs ist jetzt laut Medienberichten durchgesickert. Die USA verpflichten sich demnach beispielsweise, »alle Arten von Sanktionen« aufzuheben, die derzeit gegen Iran bestehen, sollte ein endgültiges Abkommen zustande kommen. Iran wiederum soll »sofortige Schritte« unternehmen, damit sich der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus normalisiert (hier die 14 Punkte). »Der Wortlaut illustriert, was seit Tagen offenbar ist«, sagt mein Kollege Fritz Schaap aus unserem Auslandsressort: »Das als Sieg zu verkaufen, wird für Trump sehr schwer. Die USA haben mit ihrem Feldzug eine strategische Niederlage erlitten.« (Mehr Hintergrund hier .)
Aber Trump wäre nicht Trump, wenn er die Niederlage nicht versuchen würde wegzupöbeln. Das Abkommen sei »nicht final«. Und er droht: »Es ist eine Absichtserklärung. Und wenn sie mir nicht gefällt, fangen wir wieder an, auf sie zu schießen und Bomben auf ihre Köpfe zu werfen«, sagte er heute. Unterzeichnet werden soll das Papier am Freitag.
Und Deutschland? Gerade bereitet die Bundesregierung einen schnellen Marineeinsatz in der Straße von Hormus vor, wie meine Kollegen Matthias Gebauer, Dietmar Hipp und Paul-Anton Krüger berichten. Der Vorschlag dürfte ihnen zufolge rechtliche Debatten auslösen.
Hier mehr dazu: Berlin bereitet schnellen Marineeinsatz in Straße von Hormus vor
Hunderttausende SPIEGEL-Leserinnen und -Leser haben in den vergangenen Wochen Millionen Suchanfragen gestellt, um mit unserem digitalen Recherchewerkzeug in der NSDAP-Mitgliederkartei zu suchen. Wir haben das interaktive Tool laufend überarbeitet und aktualisiert, jetzt haben wir Links zu SS-Akten im Bundesarchiv integriert: Nun gleicht es die Treffer mit den Beständen ab, die im Bundesarchiv zur SS und zur Waffen-SS zu finden sind.
Das heißt: Wenn Sie Ihren Opa in der Nazi-Kartei finden, kann die Datenbank nun auch Hinweise darauf liefern, ob er möglicherweise in der SS war.
Dafür wurden im Netz frei verfügbare SS-Namenslisten des Bundesarchivs analysiert. Dort lassen sich etwa 592.000 Personennamen finden, oft mit Geburtsdatum und Geburts
📌 Kaynak
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