Filmstart von "Backrooms": Verschwunden in gelben Fluren
"Backrooms" ist ein Low-Budget-Projekt, das einen Nerv trifft. Aus einem vergilbten Internetfoto entsteht ein Horrorfilm, den schon mehr als 20 Millionen Menschen gesehen haben. Jetzt läuft er auch bei uns im Kino. Von B. Geschwinde. [ mehr ]
"Backrooms" ist ein Low-Budget-Projekt, das einen Nerv trifft. Aus einem vergilbten Internetfoto entsteht ein Horrorfilm, den schon mehr als 20 Millionen Menschen gesehen haben. Jetzt läuft er auch bei uns im Kino.
"Backrooms" ist der Debüt-Kinofilm des Regisseurs und YouTubers Kane Parsons, der am 18. Juni 21 Jahre alt wird. Damit gelingt ihm ein Überraschungserfolg. Der Film spielte in wenigen Wochen ein Vielfaches der Produktionskosten ein. "Backrooms" erzählt von einem Raum hinter der Realität, der vertraut wirkt und doch fremd ist. Eine Geschichte, die Ängste vor Orientierungslosigkeit, Einsamkeit und Bedeutungslosigkeit bündelt.
Der Ursprung der "Backrooms" liegt im Jahr 2019 auf der Plattform 4chan. In einer Rubrik mit "unheimlichen Bildern" taucht ein Foto auf: ein fensterloser Raum mit gelbem Teppichboden, gelbstichigem Kunstlicht und schief wirkenden Wänden. Ein Nutzer kommentiert und erfindet eine Hintergrundgeschichte zum Bild: "Wer "an den falschen Stellen aus der Realität noclippt", also durch Wände geht, lande in den "Backrooms", in einer endlosen, nach nassem Teppich riechenden Gelbzone mit undefinierten Wesen.
Aus Bild und Kommentar wird eine sogenannte Creepypasta, also eine moderne Internet-Gruselgeschichte. Auf Reddit, TikTok und YouTube entstehen in der Corona-Zeit zahllose Varianten. Nutzerinnen und Nutzer erfinden weitere Ebenen: verlassene Schwimmbäder, leere Kaufhäuser, verstörende Kinderzimmer. Die Backrooms werden zu einem offenen Baukasten, an dem Tausende mitschreiben.
Als Influencer ist er schon ein Star, jetzt erobert Kane Parsons mit Anfang 20 auch das Kino.
2022 greift der damals 16-jährige YouTuber Kane Parsons, im Netz als Kane Pixels bekannt, die Idee auf. Er produziert eine Webserie. Die Clips gehen viral und erreichen zusammen weit über 100 Millionen Aufrufe. Das unabhängige Studio A24 bietet Parsons daraufhin die Regie für eine Kinofassung an. Da ist er gerade einmal 19 Jahre alt und dreht mit Starbesetzung.
Im Mittelpunkt des Kinofilms steht Clark, ein Möbelverkäufer, gespielt vom britischen Schauspieler Chiwetel Ejiofor. Sein Laden "Cap’n Clark’s Ottoman Empire" läuft schlecht, die Ehe ist zerbrochen. Er übernachtet zwischen Sofas und Sesseln. Eines Nachts flackern im Laden die Lampen. Clark folgt der Ursache in den Keller und entdeckt einen Spalt in der Wand. Dahinter beginnt eine anscheinend unendliche Welt aus gelben Fluren, Treppenhäusern und kahlen Räumen, die seiner Alltagswelt ähnelt und doch "falsch" wirkt. Clark verschwindet in dieser Zwischenwelt. Seine Psychotherapeutin Dr. Mary Kline, gespielt vo
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