Großbritannien: BBC kündigt wegen Sparprogramm Abbau von 550 Stellen an
Die britische BBC muss in den nächsten Jahren rund 500 Millionen Pfund einsparen. Im ersten Schritt sollen 550 Stellen gestrichen werden, auch am Programm wird gespart.
Die BBC plant den Abbau von 550 Stellen bis 2027, um 160 Millionen Pfund zu sparen. Dies betrifft hauptsächlich Programme für Schottland, Wales und Nordirland. Insgesamt sollen in den nächsten zwei Jahren 500 Millionen Pfund eingespart werden, was zu einem Verlust von bis zu 2.000 Arbeitsplätzen führen könnte. Die Diskussion über eine Reform der BBC-Finanzierung in Großbritannien wird intensiv geführt, da das aktuelle Modell mit Rundfunkbeiträgen umstritten ist. Mögliche Alternativen sind ein Abosystem oder die vollständige Finanzierung über Werbung.
Der britische Rundfunksender BBC hat den Abbau von rund 550 Stellen bis März 2027 angekündigt. Der Stellenabbau ist Teil eines Sparprogramms, bei dem neben Entlassungen auch einzelne Sendungen eingestellt werden, wie aus einem Schreiben des neuen Generaldirektors Matt Brittin hervorgeht. Dabei handelt es sich vor allem um Programme für Schottland, Wales und Nordirland. Mit diesen laut Brittin »schwierigen Entscheidungen« sollen bis zum Ende des laufenden Geschäftsjahres 160 Millionen Pfund (ca. 185 Millionen Euro) eingespart werden.
Insgesamt muss die BBC noch deutlich mehr sparen. In den kommenden zwei Jahren sollen insgesamt 500 Millionen Pfund eingespart werden. Zuletzt teilte der Sender mit, dass in den kommenden Jahren bis zu 2.000 Stellen wegfallen werden, was zehn Prozent der Belegschaft entspräche. In welchen Bereichen Arbeitsplätze wegfallen, wird laut Sender in den kommenden Monaten entschieden.
In Großbritannien wird seit einiger Zeit über eine Reform der BBC-Finanzierung diskutiert. Das gegenwärtige Modell über verpflichtende Rundfunkbeiträge gilt als umstritten. Aktuell beträgt die Gebühr jährlich 174,50 Pfund (rund 200 Euro). Zuletzt wurde über eine steigende Anzahl von Betrugsfällen berichtet, daneben nahmen die Einnahmen aus der Rundfunkgebühr ab. Als Alternativen wird ein Abosystem wie bei Streamingdiensten oder die vollständige Finanzierung über Werbung diskutiert.
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