Epic Games: Unreal Engine 6 soll neue Onlinewelten ermöglichen
Tim Sweeney skizziert die Zukunft seiner Engine. Gleichzeitig erscheint Unreal Engine 5.8 mit neuen Rendering- und KI-Funktionen. ( Unreal-Engine , Epic Games )
Epic Games hat auf der Unreal Fest 2026 in Chicago erstmals konkreter über die langfristigen Pläne für die Unreal Engine 6 gesprochen. Firmenchef Tim Sweeney verfolgt dabei ein ehrgeiziges Ziel: Die bislang getrennten Welten aus klassischer Unreal-Engine-Entwicklung und dem Fortnite-Ökosystem sollen zusammenwachsen.
Entwickler sollen künftig ein Spiel erstellen und es mit derselben technologischen Basis auf PC, Konsolen, Mobilgeräten sowie direkt innerhalb von Fortnite veröffentlichen können.
Im Zentrum der Strategie steht die Programmiersprache Verse, die Epic bereits vor einigen Jahren für Fortnite und UEFN eingeführt hat. Verse soll in Unreal Engine 6 neben C++ zu einer zentralen Säule werden. Epic verspricht damit deutlich einfacher skalierbare Onlinewelten, deren Inhalte sogar über mehrere Server hinweg verteilt werden können.
Langfristig soll die Engine komplexe Zustände und Spielwelten automatisch synchronisieren, ohne dass Entwickler dafür eigene Datenbank- und Serverlösungen bauen müssen. Gleichzeitig setzt Epic auf offene Standards wie Pixar USD oder glTF, um Inhalte einfacher zwischen unterschiedlichen Werkzeugen und Plattformen austauschen zu können.
Während Unreal Engine 6 noch Zukunftsmusik ist, steht Unreal Engine 5.8 ab sofort zur Verfügung. Die neue Version konzentriert sich vor allem auf Leistung und Stabilität. Besonders wichtig ist das nun produktionsreife Beleuchtungssystem Megalights.
Es ermöglicht Tausende dynamische Lichtquellen mit Schatteneffekten zu vergleichsweise festen Kosten. Epic demonstrierte die Technik unter anderem am kommenden Gears of War: E-Day, das aufwendigere Beleuchtungseffekte darstellen kann als frühere Teile der Serie.
Neu ist außerdem Mesh Terrain, ein experimentelles Geländesystem, das klassische Höhenkarten ablösen soll. Entwickler können damit erstmals direkt Überhänge, Höhlen oder schwebende Inseln modellieren, ohne auf komplizierte Umwege zurückgreifen zu müssen.
Zudem führt Epic mit Lumen Light eine abgespeckte Variante seiner dynamischen Beleuchtung ein, die laut Unternehmen sogar auf der Nintendo Switch 2 eingesetzt werden kann.
Ebenfalls auffällig ist der zunehmende Fokus auf künstliche Intelligenz. Über einen neuen MCP-Server kann Unreal Engine 5.8 direkt mit Sprachmodellen wie Claude oder Gemini verbunden werden. In den gezeigten Beispielen entstanden per Texteingabe komplette Räume, Straßenzüge oder sogar ganze Städte.
Die KI greift auf vorhandene Inhalte zu und erzeugt keine bloßen Bilder, sondern echte Geometrie und bearbeitbare Spielwelten. Epic betont allerdings, dass die Funktionen
📌 Kaynak
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