Pistorius unterzeichnet Verteidigungsabkommen in Warschau
Deutschland und Polen haben ein Verteidigungsabkommen unterschrieben. Damit wollen beide Länder gegenseitigen Beistand bekräftigen und die Zusammenarbeit im Militärbereich ausbauen. Aus Warschau berichtet Palina Milling. [ mehr ]
Deutschland und Polen haben in Warschau ein Verteidigungsabkommen unterschrieben. Damit wollen beide Länder gegenseitigen Beistand bekräftigen und die Zusammenarbeit im Militärbereich ausbauen.
Es war ein freundlicher Empfang hier in Warschau: Militärkapelle, Handshake und ein Lächeln für die Kameras. Man sah es dieser Begegnung an: Der polnische Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz und sein Amtskollege Boris Pistorius verstehen sich offenbar gut.
Knapp eine Stunde nach der Begrüßung unterzeichneten die Minister ein Abkommen: Deutschland und Polen bekräftigten damit die Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich.
"Mit diesem neuen Abkommen berücksichtigen wir nicht nur die neuen sicherheitspolitischen Realitäten", sagte Pistorius. "Wir schlagen eben auch ein weiteres Kapitel in der Geschichte unserer engen Freundschaft auf. Polen - Deutschland, Deutschland und Polen." Man übernehme gemeinsam Verantwortung für die Sicherheit in Europa.
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Polen, mit direkten Grenzen zu Russland und Belarus, ist von diesen neuen Sicherheitsbedingungen in Europa besonders betroffen. Das Land investiert bereits fünf Prozent seines Bruttoinlandsproduktes in die Verteidigung.
"Für Polen befindet sich der Feind im Osten, nicht im Westen", sagt Polens Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz. Jahrelang hätten Generationen daran gearbeitet, dass sich die Situation von 1939 nicht wiederhole, "als wir vom Osten und vom Westen aus angegriffen wurden".
Es sei die Arbeit vieler Generationen, es hätte viele Gesten gegeben, Verträge, die europäische Integration - "und nun sind wir an dem Moment angekommen, wenn wir in gemeinsamen Allianzen, in gemeinsamer Partnerschaft verbunden sind, wo wir Freunde sind". Man vergesse die Vergangenheit nicht, "aber gemeinsam bauen wir eine bessere Zukunft auf".
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Das deutsch-polnische Abkommen erweitert die militärische Zusammenarbeit beider Länder auf viele Bereiche: darunter Cybersicherheit, Weltraum, Forschung, Sicherheit der Ostsee, Schutz der Infrastruktur und Sicherheit der Seeverkehrswege.
"Und wir setzen uns gemeinsam dafür ein, das NATO-Pipeline System bis in die Baltischen Staaten zu erweitern", sagt der deutsche Verteidigungsminister. "Wenn wir über Verteidigungsfähigkeit und den Schutz der Ostflanke reden, dann ist es ein Schlüsselelement, um das herzustellen. Damit wollen wir die gesicherte Treibstoffversorgung dahin bringen, wo sie in einem Verteidigung
📌 Kaynak
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