Torberg-Medaille für Ahmad Mansour, Markus Müller und Cornelius Obonya

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Torberg-Medaille für Ahmad Mansour, Markus Müller und Cornelius Obonya

Die Israelitische Kultusgemeinde würdigt Persönlichkeiten für ihren Einsatz für Demokratie und Erinnerungskultur sowie gegen Antisemitismus und Extremismus

Die Israelitische Kultusgemeinde würdigt Persönlichkeiten für ihren Einsatz für Demokratie und Erinnerungskultur sowie gegen Antisemitismus und Extremismus

Es ist die höchste Auszeichnung der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) Wien: die Marietta-und-Friedrich-Torberg-Medaille. Mit ihr ehrte die IKG am Dienstagabend den Psychologen und Publizisten Ahmad Mansour, den Rektor der Medizinischen Universität Wien Markus Müller sowie den Schauspieler Cornelius Obonya.

Die Medaille würdigt Persönlichkeiten, die sich in besonderer Weise für Demokratie und Erinnerungskultur sowie den Kampf gegen Antisemitismus und die Freundschaft zu Israel einsetzen. Sie erinnert an den Schriftsteller und Publizisten Friedrich Torberg und seine Frau Marietta, die das Anliegen verband, die Erinnerung an die Erfahrungen von Verfolgung, Exil und den Verlust demokratischer Freiheit wachzuhalten.

In seiner Begrüßung stellte IKG-Präsident Oskar Deutsch beim Festakt im Gemeindezentrum der IKG in der Wiener Innenstadt die unterschiedlichen Wirkungsfelder der Geehrten heraus.

Ahmad Mansour sei, so Deutsch, "ein Pionier im Wirken gegen alle Formen des Extremismus, Antisemitismus und Radikalisierung". Als Folge dieses persönlichen Engagements gerate er "selbst ins Visier von Feinden des Humanismus". Seinem Einsatz für Demokratie, Selbstbestimmung und ein friedliches Zusammenleben tue dies jedoch keinen Abbruch. Der 1976 in einer arabischen Stadt in Israel geborene Palästinenser lebt seit 2004 in Berlin und steht wegen Drohungen von Islamisten seit Jahren unter Polizeischutz.

Markus Müller, der vor seiner Amtsübernahme 2015 als Rektor der Med-Uni Wien dort Leiter der Universitätsklinik für Klinische Pharmakologie war, wurde von Deutsch als "Vorreiter und Verbündeter im Kampf gegen jede Form des Antisemitismus" gewürdigt. Der IKG-Präsident strich besonders Müllers Engagement bei der Aufarbeitung der nationalsozialistischen Vergangenheit, insbesondere der Verbrechen an der Med-Uni Wien, hervor und würdigte dies als wichtigen Impuls für Erinnerung und historische Verantwortung.

Mit Cornelius Obonya zeichnete die IKG einen Künstler aus, der sich seit Jahrzehnten öffentlich für die Erinnerung an die Opfer der Schoah und einen kritischen Umgang mit Tätern engagiere. Der Schauspieler sei eine "gewichtige Stimme in der Zivilgesellschaft", sagte IKG-Präsident Deutsch: "Er hat sich stets seine klare Haltung bewahrt, in einer Zeit, in der wir gerade im Kunst- und Kulturbereich Zeugen eines antisemitischen Tsunamis sind."

Die Laudationes hielten Integrationsministerin Claudia Bauer (ÖVP), der lan

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