Wirtschaft in Deutschland: Ifo-Institut hebt Konjunkturprognose leicht an
Seit dem Morgen gilt offenbar das Rahmenabkommen zwischen den USA und Iran. Das belebt die Aussichten für die deutsche Wirtschaft ein wenig: Das Ifo-Institut prognostiziert 0,8 Prozent Wachstum.
Baustelle in Deutschland: Langfristaussichten bleiben düster
Die deutsche Wirtschaft könnte sich dank des erhofften Endes des Irankriegs und hoher Staatsausgaben in diesem Jahr etwas besser entwickeln als zuletzt befürchtet. Das Ifo-Institut hat seine Konjunkturprognose für dieses Jahr auf 0,8 Prozent leicht angehoben.
Auch im kommenden Jahr könnte das deutsche Bruttoinlandsprodukt demnach um 0,8 Prozent zulegen. Die Nachwirkungen des kriegsbedingten Energiepreisschocks werden laut Ifo jedoch noch lange zu spüren sein: Für dieses Jahr erwartet das Institut eine Inflationsrate von 2,9 Prozent, im nächsten Jahr noch 2,7 Prozent.
Im Frühjahr hatten die Münchner Ökonomen ihre Wachstumserwartungen nach dem Angriff der USA und Israels auf Iran in einem »Eskalationsszenario« auf 0,6 Prozent gesenkt, nun sind es wieder 0,2 Prozentpunkte mehr.
Sowohl Deutschland als auch der Euroraum liegen nach wie vor weit hinter dem erwarteten Wachstum der Weltwirtschaft von über zwei Prozent zurück.
Die Langfristaussichten bleiben düster: Ifo-Konjunkturforscher Timo Wollmershäuser und seine Kollegen gehen davon aus, dass das Potenzialwachstum der deutschen Wirtschaft bis Ende des Jahrzehnts auf 0,1 Prozent sinken wird.
Die Bundesregierung hat auf den Irankrieg unter anderem mit einem Tankrabatt reagiert. Ex-Wirtschaftsweise Ulrike Malmendier sieht diesen kritisch. Im Interview erklärt sie, wie die Regierung Bürger besser entlasten könnte und wo Deutschland wieder Weltmarktführer werden kann.
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