Mit einem 8 Kilometer tiefen Loch: So soll eine umstrittene Öl-Theorie der Sowjets belegt werden
Russische Forscher:innen wollen eine alte Theorie aus Sowjet-Zeiten belegen. Dafür bohren sie jetzt in der Arktis nach Ölvorkommen. Warum der Ansatz umstritten und die Aussichten auf Erfolg eher gering sind. weiterlesen auf t3n.de
Russische Forscher:innen wollen eine alte Theorie aus Sowjet-Zeiten belegen. Dafür bohren sie jetzt in der Arktis nach Ölvorkommen. Warum der Ansatz umstritten und die Aussichten auf Erfolg eher gering sind.
Öl gehört nach wie vor zu einer der wichtigsten Ressourcen auf dem Planeten. Da der Zugang zu den Vorkommen aber immer schwieriger und selbige endlich sind, suchen einige nach erneuerbaren Alternativen – oder nach neuen Gebieten für mögliche Ölvorkommen. Das ist auch ein Grund, warum gerade das ressourcenreiche Grönland im Fokus der Großmächte steht. Russland lässt jetzt einen anderen Ansatz wieder aufleben, der noch auf die Ära der Sowjets zurückgeht.
Wie Science berichtet, haben russische Forscher:innen der Saint Petersburg Mining University angekündigt, dass sie noch im Juni 2026 Bohrarbeiten in der Arktis beginnen wollen. Genauer gesagt, finden die Bohrungen in der Komi-Region statt, in der auch schon die Kohla-Bohrung von 1970 bis 1992 durchgeführt wurde. Damals haben die Sowjets zu Forschungszwecken ein zwölf Kilometer tiefes Loch in die Arktis gebohrt. Das neue Projekt soll acht Kilometer tief in die Erde vorstoßen.
Dabei werden nicht nur neue Bohrtechniken getestet. Die Verantwortlichen beabsichtigen, einer Theorie der Sowjets nachzugehen, die zusätzliche Ölvorkommen verspricht. Die Idee stammt dabei vom russischen Chemiker Dmitri Mendelejew, der das Periodensystem erarbeitet hat. Er nahm an, dass Öl nicht nur aus Biomasse entsteht, sondern auch durch Ur-Kohlenwasserstoffe, die vom Erdmantel in die Erdkruste gelangen. Dort sammeln sie sich laut Theorie an undurchdringbaren Schichten und bilden Erdölvorkommen. Theoretisch wäre Öl damit über die Zeit hinweg unendlich verfügbar.
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