Dichte Rauchschwaden über Russlands Hauptstadt nach ukrainischem Angriff auf Moskaus größte Raffinerie
Erneut ist der Ukraine ein spektakulärer Schlag im Herzen der russischen Hauptstadt gelungen – der wohl massivste seit Kriegsbeginn. Er dürfte auch Folgen auf die russische Ölinfrastruktur haben
Erneut ist der Ukraine ein spektakulärer Schlag im Herzen der russischen Hauptstadt gelungen – der wohl massivste seit Kriegsbeginn. Er dürfte auch Folgen auf die russische Ölinfrastruktur haben
Böses Erwachen in Moskau: Nach Einschlägen mehrerer Drohnen und offenbar auch Marschflugkörper in einer der größten Raffinerien Russlands im Bezirk Kapotnja zogen dichte Rauchschwaden über Teilen der Hauptstadt. Auch Windschutzscheiben von Autos und andere größere Flächen waren in Teilen der Stadt mit einem Ölfilm bedeckt. Weitere Ziele in Moskau wurden getroffen, da sie nicht so gut beobachtbar waren wie der Großbrand in der Raffinerie und das Verbreiten von Bildmaterial in Russland unter Strafe steht, ist nicht ganz klar, welche. Auf Fotos, die dennoch durch Soziale Medien schwirrten, ist zumindest auch ein mutmaßliches Wohnhaus zu sehen. Geperrt waren bis in den späten Vormittag auch die großen Flughäfen der russischen Hauptstadt.
Ein böses Erwachen ist es aber auch in einem anderen Sinne: Der Angriff mit insgesamt mehr als tausend Drohnen, von denen laut russischen Angaben der Großteil abgeschossen worden sein soll, reißt die Hauptstadtbewohner einmal mehr aus der Illusion, dass der Krieg in der Ukraine nur begrenzte Auswirkungen auf sie habe. Auf Videos ist zu hören, wie schockierte Menschen sich fragen, was denn hier los sei, und wieso man denn angegriffen werde.
Offizielle Äußerungen aus der Regierung gab es zu dem Angriff vorerst kaum, und sie gingen nicht über das Administrative hinaus. Die Moskauer Verwaltung ließ mitteilen, dass weiterhin ausreichend Benzin und weiterer Treibstoff verfügbar seien. Es gebe 16 Verletzte. Präsident Wladimir Putin weilt derzeit in Kazan, rund 700 Kilometer östlich von Moskau, bei einem Treffen mit asiatischen Staats- und Regierungschefs.
Die Stille griff unter anderem der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha in einem Posting auf X auf. Eine der größten Fragen der Menschen in Moskau sei an diesem Morgen: "Was ist hier los?". Er könne das beantworten, so Sybiha: "Euer Land hat einen Angriffskrieg gegen uns begonnen und in den vergangenen Jahren Menschen in der Ukraine getötet. Jetzt, wo Sie wissen, was los ist, fordern Sie Putin auf, den Krieg zu beenden!".
Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach in der den Krieg beschönigenden Phrase "Langstrecken-Sanktionen", die nicht nur Moskau, sondern auch ein Öllager in Rostow am Don getroffen hätten. Es handele sich um eine "gerechtfertigte Reaktion für die Angriffe auf unsere Städte und Gemeinschaften". Es sei Zeit den Krieg zu beenden, so Selenskyj, er rufe Russland zu "den nö
📌 Kaynak
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