DNA-Gutachten überführt Angeklagten in Prozess um Missbrauch einer Elfjährigen
Ein zweifach vorbestrafter 40-Jähriger soll ein Kind schwer sexuell missbraucht haben. Er leugnet, wird aber von der Sachverständigen widerlegt
Ein zweifach vorbestrafter 40-Jähriger soll ein Kind schwer sexuell missbraucht haben. Er leugnet, wird aber von der Sachverständigen widerlegt
"Das Mädchen hat ein schwieriges Leben, das muss man nicht schönreden. Aber sie wird dadurch kein Freiwild", stellt der Sitzungsvertreter der Staatsanwaltschaft Wien in seinem Schlussplädoyer klar. Er fordert die schuld- und tatangemessene Bestrafung von Herrn M., der sich vor dem Schöffengericht unter Vorsitz von Stefan Apostol wegen schweren sexuellen Missbrauchs einer Unmündigen, sexuellen Missbrauchs einer Wehrlosen und unerlaubten Umgangs mit Suchtmitteln verantworten muss.
Wie bereits am ersten Verhandlungstag Ende April beteuert der zweifach vorbestrafte 40-Jährige seine Unschuld und spricht von einer Verleumdung. Er habe dem Kind, auf das er im Auftrag einer Freundin aufpassen sollte, weder Alkohol noch Marihuana gegeben und sie auch nicht an Geschlechtsteilen angefasst, als sie berauscht war. Die Version des Österreichers: Er habe das Mädchen massiert, als sie nach Behandlungsende plötzlich nackt aus dem Badezimmer zurückgekommen sei, habe er sie empört angespuckt und aus seiner Wohnung geschmissen.
Der Vorsitzende ruft den Namen einer Zeugin auf, da diese nicht anwesend ist, verhängt Apostol eine Ordnungsstrafe über sie und beginnt, ihre Einvernahme bei der Polizei zu verlesen. Es geht in der Aussage um Frauen, die mit einem Hund auf der Straße gehen, als sie plötzlich jemanden "Sieg Heil!" rufen hören. Apostol stutzt, dem Angeklagten entfährt ein überraschtes: "Was?", ehe klar wird, dass der Vorsitzende den falschen elektronischen Akt geöffnet hat und diese Aussage das Schwurgerichtsverfahren vom Vortag betrifft.
Nach diesem kleinen Missverständnis wird die richtige Zeugin zum Betreten des Saales aufgefordert. Die 41-Jährige ist seit Kindertagen eine Freundin M.s, die Elfjährige hatte sie damals im Oktober bei sich in Wien-Floridsdorf aufgenommen. "Ich wollte sie aus dem Heim herausbringen, da sie dort misshandelt worden ist, wie sie gesagt hat", erklärt sie zum Hintergrund.
Dem Mädchen stellt sie kein gutes Zeugnis aus. "Sie trinkt viel Alkohol und hat mir erzählt, dass sie gewisse Sachen für Kokain macht." Den Vorwürfen des Mädchens glaubt sie nicht. Gegen 0.30 Uhr habe das Kind ihr eine SMS mit dem Text "Hilfe, er vergewaltigt mich" geschrieben. Eine Stunde später sei die Elfjährige vor ihrer Tür gestanden. "Sie war euphorisch und hat gelächelt", behauptet die Zeugin. Als sie sagte, M. habe sich an ihr vergangen, habe sie dem Kind die Tür vor der Nase zugeschlagen und seitdem nicht mehr gesehen
📌 Kaynak
Bu haber XML kaynağından derlenmiştir. Tamamı için orijinal habere gidin.
Orijinal haberi oku →