FDP-Parteitag: FDP wählt Wolfgang Kubicki zum neuen Bundesvorsitzenden
Die Liberalen haben einen neuen Parteichef: Mit gut 59 Prozent der Stimmen hat Wolfgang Kubick die Kampfabstimmung gegen Marie-Agnes Strack-Zimmermann gewonnen.
Wolfgang Kubicki ist neuer Bundesvorsitzender der FDP, nachdem er beim Parteitag in Berlin rund 59 Prozent der Delegiertenstimmen erhielt. Die überraschende Gegenkandidatin Marie-Agnes Strack-Zimmermann unterlag in der Kampfabstimmung. Kubicki tritt die Nachfolge des zurückgetretenen FDP-Chefs Christian Dürr an, der die Partei nicht erfolgreich vertreten konnte. Die neue Parteiführung steht vor großen Herausforderungen, da die FDP in mehreren Landesparlamenten unter fünf Prozent liegt. Kubicki und der neue Generalsekretär Martin Hagen müssen die Partei wieder in den Bundestag führen und sich gegen interne Kritik behaupten.
Wolfgang Kubicki ist neuer Bundesvorsitzender der FDP. Beim Parteitag der Liberalen in Berlin erhielt er rund 59 Prozent der mehr als 650 Delegiertenstimmen. Zuvor war überraschend die FDP-Europapolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann als Gegenkandidatin gegen Kubicki angetreten. In der Kampfabstimmung erhielt sie 259 Stimmen, Kubicki 390.
Vor dem Parteitag war erwartet worden, dass der 74-jährige Kubicki einziger Kandidat für das Amt des neuen Parteivorsitzenden sein würde. Der bisherige stellvertretende Parteivorsitzende gilt in der FDP als Rechtsliberaler. Strack-Zimmermann betonte in ihrer Rede hingegen ihre sozialliberale Ausrichtung.
Kubicki wird Nachfolger des zurückgetretenen FDP-Chefs Christian Dürr. Dieser war vor rund einem Jahr nach dem Ausscheiden der Liberalen aus dem Bundestag zum Parteivorsitzenden gewählt worden. Unter Dürr verlor die FDP jedoch weitere Wahlen und verpasste den Wiedereinzug in die Landtage in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. In der Folge traten Präsidium und Bundesvorstand zurück.
Kubickis wichtigste Aufgabe wird es sein, die FDP zurück in den Bundestag zu führen. Die nächste Bundestagswahl findet voraussichtlich 2029 statt. Seine Kandidatur hatte Kubicki mit seiner politischen Erfahrung und seiner Bekanntheit begründet, die der Partei wieder zu mehr öffentlicher Aufmerksamkeit verhelfen sollen.
Zum Generalsekretär wurde auf Kubickis Vorschlag hin der bayerische Landespolitiker Martin Hagen gewählt, mit nur 58,8 Prozent der Stimmen. Knapp 37 Prozent stimmten gegen ihn, der Rest enthielt sich. Der 44-Jährige sagte, er wolle sein Amt mit »klarer Kante, klarer Sprache, mutig, fröhlich, optimistisch und ohne Angst davor, auch mal anzuecken« ausüben. Er wolle mit Kubicki nicht »in einen Wettbewerb um Lautstärke einsteigen oder in einen Wettbewerb um den kreativsten Kraftausdruck«, sagte Hagen. Doch in einer Partei, die nicht im Bundestag vertreten ist, dürfte ein Generalsekretär »kein Leisetret
📌 Kaynak
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