Klimademo: Tausende Menschen demonstrieren in Westfalen gegen neue Gaskraftwerke

💰 Ekonomi 📰 Zeit Online 🕐 5 gün önce
Klimademo: Tausende Menschen demonstrieren in Westfalen gegen neue Gaskraftwerke

Wirtschaftsministerin Katherina Reiche will neue Gaskraftwerke bauen. Dagegen haben Fridays for Future und andere Gruppen protestiert – überwiegend friedlich.

Tausende protestieren gegen Gaskraftwerke in Hamm und Werne, Weltrekord mit beweglichem Windrad aufgestellt. Greenpeace spricht von 5.000 Teilnehmern, Polizei von 2.700, Proteste größtenteils friedlich. Kritik an Energiepolitik von Wirtschaftsministerin Reiche, Forderung nach sozial gerechter Energiewende. Klimacamp in Hamm, Vorwürfe gegen Polizei wegen repressivem Vorgehen bei Protesten. Blockaden auch in Gelsenkirchen, Aktivisten dringen auf Gelände des Kraftwerks Scholven ein.

Tausende Menschen haben am Samstag in Hamm und Werne gegen die Energiepolitik der Bundesregierung und den Bau neuer Gaskraftwerke in der Region protestiert. Etwa 2.000 von ihnen bildeten laut Organisatoren in der Nähe des Gaskraftwerks Gersteinwerk ein bewegliches Windrad und stellten damit einen Weltrekord auf. Die Umweltorganisation Greenpeace sprach von insgesamt 5.000 Teilnehmern an den Kundgebungen, die Polizei von 2.700.

Zu den Protestaktionen hatten die Organisationen Greenpeace, Campact, Fridays for Future und BUND aufgerufen. Anlass waren die Pläne von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU), neue Gaskraftwerke zu bauen.

Eine Polizeisprecherin sagte, die Proteste seien »überwiegend friedlich« verlaufen. Die Polizei hatte im Vorfeld Kräfte aus ganz Nordrhein-Westfalen zusammengezogen. Vor der Großdemonstration wurde die Route geändert. Die Polizei hatte die ursprünglich geplante Auftaktkundgebung vor dem Gersteinwerk in Werne-Stockum untersagt, stattdessen startete sie mehr als einen Kilometer vom Kraftwerk entfernt. Die vom Aktionsbündnis eingereichten Eilanträge scheiterten sowohl vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen als auch vor dem Oberverwaltungsgericht NRW in Münster.

Die Organisatoren forderten einen sofortigen Kurswechsel in der aktuellen Energiepolitik, »weg von fossilem Gas und hin zu einer konsequenten, sozial gerechten Energiewende«, wie Greenpeace mitteilte. Nach Ansicht des Bündnisses setze Reiche »falsche energiepolitische Prioritäten«: Statt den Ausbau erneuerbarer Energien entschlossen voranzutreiben, würden zentrale Fortschritte der Energiewende ausgebremst und Milliardenbeträge in klimaschädliche fossile Infrastruktur investiert.

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Seit mehreren Tagen gibt es in Hamm auch ein »Klimacamp«, das noch bis Dienstag im Lippepark stehen soll. Die Organisation Ende Gelände berichtete am Samstagmorgen, dass ein Teil der Protestteilnehmer von der Polizei festgehalten werde, und warf dieser vor, repressiv gegen friedlichen Protest vorzugehen. An weiteren Orten in Nordrhein-West

#wirtschaft#minister

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