Margus Tsahkna: »Ich denke, Putin kämpft jetzt um sein Überleben«

💰 Ekonomi 📰 Germany 🕐 2 saat önce
Margus Tsahkna: »Ich denke, Putin kämpft jetzt um sein Überleben«

Wladimir Putin versuche derzeit, Europa in Gespräche zum Ukrainekrieg hineinzuziehen, warnt der estnische Außenminister Margus Tsahkna. Das sei eine gefährliche Falle.

Margus Tsahkna, Estlands Außenminister, analysiert die Lage im Ukraine-Krieg und die Rolle Russlands. Trotz innenpolitischer Spannungen und wirtschaftlicher Probleme bleibt Putin hart. Europa muss den Druck auf Russland erhöhen, um Verhandlungen zu ermöglichen. Tsahkna plädiert für eine klare Positionierung der EU und betont die Bedeutung der Ukraine für die europäische Sicherheit. Die Diskussion um eine mögliche Stationierung von Atomwaffen in Estland verdeutlicht die angespannte Lage in der Region.

Margus Tsahkna ist seit 2023 Außenminister Estlands. Von 2016 bis 2017 gehörte er dem Kabinett als Verteidigungsminister an.

DIE ZEIT: Herr Außenminister, Russlands Krieg gegen die Ukraine dauert inzwischen länger als der Erste Weltkrieg. Nun sagt Wladimir Putin, »die Sache« neige sich seiner Ansicht nach »ihrem Ende« zu. Wie stehen die Chancen, diesen Krieg zu beenden?

Margus Tsahkna: Schwer zu sagen. Aber Russland ist zum ersten Mal in einer schwächeren Position. Ich spreche nicht nur vom Schlachtfeld. Dort gewinnen sie nichts, sie verlieren sehr viele Menschen. Es gibt etwa 35.000 Tote und Verwundete jeden Monat. Auch die Rekrutierung ist nicht mehr auf demselben Niveau wie früher. Wir sprechen auch über die Wirtschaft. Zudem gibt es innenpolitische Spannungen. Die weitreichenden ukrainischen Präzisionsangriffe treffen Russland hart. Die Russen fühlen sich nicht mehr sicher.

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