Nadja Räss: »Ho-le-le-le-le!«
Die Jodlerin Nadja Räss erhält den Schweizer Grand Prix Musik. Das wird aber auch höchste Zeit!
Die Jodlerin Nadja Räss erhält den Schweizer Grand Prix Musik und wird für ihr Lebenswerk geehrt. Mit innovativen Projekten und kreativen Kollaborationen hat sie die traditionelle Jodelmusik revolutioniert. Räss vereint verschiedene Stile und Genres, von Vivaldi-inspirierten Kompositionen bis hin zu bluesigen Alpenklängen. Ihr Engagement für die Förderung des Jodelns in Schulen zeigt, dass die traditionelle Musik lebendig bleibt und sich weiterentwickelt. Nadja Räss ist eine Pionierin der Neuen Volksmusik und setzt sich für die Vielfalt und Weiterentwicklung des Jodelns ein.
Nein, für die Gymnasiastin Nadja Räss an der Klosterschule Einsiedeln war es nicht immer cool, zu jodeln. Bei ihrem ersten Auftritt im Schweizer Fernsehen war sie 13 Jahre alt, sie steckte backfischhaft bebrillt in einer Tracht, und die Zuschauer hielten sie für die Schwester ihrer Mutter. Man sah 1992 ein junges Mädchen, das auch deshalb älter schien, weil es selbst solo schon so sicher jodelte.
Ihr Vorbild lebte da noch, die Berner Jahrhundertjodlerin Vreni Kneubühl, die eine sehr kräftige Stimme hatte und auch Lieder sang, in denen Mädchen mal »eins räukten«, also eins rauchten. Kneubühl könnte Räss’ Großmutter gewesen sein, aber auch Räss selbst kommt aus einer anderen Zeit. Im Gespräch per Videocall sagt sie: »Auf Klassenfahrten stellte ich mich jeweils an eine Ecke und jodelte, während die anderen mit dem Hut rumgingen. So bezahlten wir unser Bier.«
📌 Kaynak
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