Tschutti Heftli: Kein Heftli für Infantino

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Tschutti Heftli: Kein Heftli für Infantino

Ein Kunstprojekt aus Luzern begeisterte Fußballfans weltweit. Nun boykottiert es die WM.

Das Tschutti Heftli, ein alternatives Fußball-Sammelalbum, begeistert mit kreativen Kunstwerken. Initiator Silvan Glanzmann setzt bewusst ein Zeichen gegen die Entwicklungen im Fußball. Seit 20 Jahren sorgt das Projekt für Aufsehen und Kritik, auch an der Fifa. Trotz Verweigerung bei der WM 2026 lebt die Fußballbegeisterung in neuen Projekten weiter. Die Zukunft des Tschutti Heftli liegt nun im Frauenfußball, wo die Liebe zum Spiel ungetrübt scheint.

In anderen WM-Jahren wuselt es hier wie in einem Kaulquappenteich. Das Großraumbüro im Kulturzentrum Neubad in Luzern ist die Schaltzentrale eines Vereins, der alternative Fußballfans mit einem exquisiten Kulturgut versorgt: dem Tschutti Heftli. Die kleine, wilde Schwester des Panini-Albums ist nach dem schweizerdeutschen Wort für Fußballspielen benannt, tschutte, und die Bilder, die in ein Sammelheft eingeklebt werden, sind kleine Kunstwerke: Da sieht man Antoine Griezmann als Playmobil-Figur. Eine Karton-Collage mit dem Gesicht von Haris Seferović. Andrés Iniesta als Heiligen in einem Kirchenfenster. Serge Gnabry, modelliert aus Pappmaché. In alternativen Fanszenen rund um den Globus sind die Sticker Kult, in anderen Jahren wurden Millionen von ihnen gekauft, getauscht und eingeklebt.

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