Stellenabbau: Deutlich mehr Menschen in Transfergesellschaften
Wer den Job verliert, kann in Transfergesellschaften für ein Jahr weiterbeschäftigt werden, um sich neu zu orientieren. Zuletzt ist die Zahl derjenigen deutlich angestiegen, die so aufgefangen werden müssen. Von Julia Demel .[ mehr ]
Wer den Job verliert, kann in Transfergesellschaften für ein Jahr weiterbeschäftigt werden, um sich neu zu orientieren. Zuletzt ist die Zahl derjenigen deutlich angestiegen, die so aufgefangen werden müssen.
Transfergesellschaften haben als einzigen Zweck, von Arbeitslosigkeit bedrohte Menschen aufzufangen. Damit soll der Arbeitsplatzabbau sozialverträglicher gestaltet werden. Wird eine Transfergesellschaft eingeschaltet, werden die Arbeitnehmer nicht arbeitslos, sondern von der Transfergesellschaft maximal zwölf Monate weiterbeschäftigt. Ziel ist es, in dieser Zeit einen neuen Arbeitsplatz für die von Arbeitslosigkeit bedrohten Arbeitnehmer zu finden.
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Menschen wie Alberto Zuniga, der mehr als 17 Jahre lang als Industriemechaniker bei einem Laserhersteller in Fürth beschäftigt war. Doch nun ist Schluss, erzählt der 57-Jährige: "Weil wir mit der Automobilindustrie sehr verbunden waren und die Aufträge nicht mehr gegeben sind, deswegen mussten die komplette Abteilung schließen. Davon bin auch ich betroffen."
Seit 1. Mai ist Zuniga deshalb bei der MyPegasusGPQ in Nürnberg angestellt und sucht mit seiner Personalberaterin nach einer neuen Perspektive, beispielsweise über eine Weiterbildung. Seine Firma hat 27 Beschäftigte in die Transfergesellschaft überführt.
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Für die Arbeitnehmer ist der Wechsel in die Transfergesellschaft freiwillig. Höchstens ein Jahr lang werden sie dort angestellt und bekommen in der Regel etwa 80 Prozent ihres vorherigen Nettogehalts. Dieses wird durch das Transfer-Kurzarbeitergeld der Arbeitsagenturen finanziert. Der entlassende Betrieb übernimmt unter anderem die Sozialversicherungsbeiträge, Kosten für Qualifizierungen und den Transferträger.
Für die Arbeitgeber hat eine solche Einigung den Vorteil, dass sie die Beschäftigten ohne die Einhaltung von Kündigungsfristen sofort abgeben können. Zudem hat es weniger negative Auswirkungen auf ihr Image, wenn der Stellenabbau sozialverträglich erfolgt.
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Begonnen hat in Nürnberg alles vor 30 Jahren. Nachdem der Unterhaltungselektronik-Hersteller Grundig in die Krise geraten war und Tausende vor der Arbeitslosigkeit standen, wurde die GPQ in Nürnberg gegründet. Seither verläuft die Arbeit der Transfergesellschaft in Wellen.
2006 mit der Schließung des Werkes von AEG, als rund 1.700 Arbeiter auf der Straße standen, war der Höhepunkt. Seithe
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