Libanon: Israelische Armee meldet Ausweitung des Bodeneinsatzes im Libanon
Die israelische Armee baut eigenen Angaben zufolge ihre »vorgeschobene Verteidigungslinie« im Libanon aus. Sie soll eine »direkte Bedrohung« im Norden Israels verhindern.
Israelische Armee weitet Bodeneinsatz im Libanon aus, überquert Fluss Litani und nimmt Festung Beaufort ein. Trotz Waffenruhe bedeutender Vorstoß gegen Hisbollah-Miliz. Libanons Regierungschef kritisiert israelische Eskalation und fordert verstärkte diplomatische Bemühungen. Angriffe trotz Waffenruhe: Hisbollah und Israel liefern sich weiterhin Gefechte. Hisbollah lehnt direkte Gespräche ab, Libanon hat begrenzten Einfluss auf die Miliz.
Die israelische Armee hat eine Ausweitung ihres Bodeneinsatzes im Libanon auf weitere Gebiete gemeldet. Die Streitkräfte teilten am Sonntag mit, dass die Offensive zur Erweiterung einer »vorgeschobenen Verteidigungslinie« ausgedehnt werde. Zudem hätten israelische Soldaten den Fluss Litani überquert, der rund 30 Kilometer nördlich der gemeinsamen Grenze verläuft. Bewohner südlich des Zahrani-Flusses im Süden des Libanon rief die israelische Armee angesichts möglicher Angriffe zur Evakuierung auf.
Im Südlibanon hat die israelische Armee die strategisch wichtige, rund 900 Jahre alte Festung Beaufort und die umliegende Hügelkette eingenommen. Dies teilte das Militär mit. Es handele sich trotz einer vor mehr als sechs Wochen vereinbarten Waffenruhe um einen bedeutenden Vorstoß gegen die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz.
Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hatte bereits am Freitag erklärt, dass die israelischen Streitkräfte den Litani überschritten hätten. Die Armee teilte nun mit, dass sie »vor einigen Tagen« einen Einsatz in der Gegend des Beaufort-Kamms und des Wadi al-Saluki im Süden des Libanon begonnen habe. Ziel sei es, »direkte Bedrohungen« für Orte im Norden Israels und die Stadt Metula zu beseitigen und die operative Kontrolle im Südlibanon zu stärken.
Der libanesische Regierungschef Nawaf Salam kritisierte die anhaltenden israelischen Angriffe auf Ziele im Südlibanon scharf. »Angesichts der gefährlichen und beispiellosen israelischen Eskalation in den vergangenen Tagen ist es notwendig, die politischen und diplomatischen Bemühungen zu verstärken, um eine rasche und echte Waffenruhe zu erreichen«, sagte er am Samstag in einer im Fernsehen übertragenen Ansprache.
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Salam warf Israel vor, eine Strategie »der verbrannten Erde und der Kollektivstrafe« zu betreiben, indem die Armee Städte und Dörfer zerstöre und ihre Bewohner zur Flucht zwinge. Diese Strategie werde Israel »weder Sicherheit noch Stabilität« bringen, sagte Salam. Zugleich verteidigte er die Fortsetzung direkter Verhandlungen mit Israel als den »am wenigsten kost
📌 Kaynak
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