Gesundheitspolitiker fordern höhere Tabaksteuer
Die Zahl der junge Menschen in Deutschland, die rauchen und vapen, steigt. Gesundheitspolitiker fordern, die Tabaksteuer anzuheben. Auch die WHO appelliert zum heutigen Weltnichtrauchertag, die junge Generation besser zu schützen.[ mehr ]
Die Zahl der junge Menschen in Deutschland, die rauchen und vapen, steigt. Gesundheitspolitiker fordern, die Tabaksteuer anzuheben. Auch die WHO appelliert zum heutigen Weltnichtrauchertag, die junge Generation besser zu schützen.
Der Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Hendrik Streeck, fordert deutlich höhere Preise für Zigaretten und Vapes, also E-Zigaretten. Der Preis dieser Produkte müsse "spürbar steigen", sagte der CDU-Politiker der Rheinischen Post.
Aktuelle Zahlen zum Konsum zeigten, "dass Deutschland in der Tabakprävention bei Jugendlichen an Boden verliert", mahnte der Drogenbeauftragte. Höhere Preise würden gerade junge Menschen vom Einstieg abhalten und vielen Raucherinnen und Rauchern beim Aufhören helfen.
Es sei zynisch, so Streeck, "eine deutliche Erhöhung der Tabaksteuer mit dem Argument abzulehnen, dass dann weniger Menschen rauchen und deshalb die Einnahmen sinken könnten." Das sei kein Einnahmeausfall, den man beklagen sollte, "sondern ein gesundheitspolitischer Erfolg, den man erreichen muss".
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Der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Christos Pantazis, schloss sich Streecks Forderung an. Gerade Jugendliche würden gezielt über süße Aromen, bunte Verpackungen und digitale Vermarktungsstrategien angesprochen. Das sei nicht harmlos, "sondern der Einstieg in Abhängigkeit und schwere Folgeerkrankungen", warnte der SPD-Politiker. Der Jugendschutz dürfe nicht nur auf dem Papier existieren, sondern müsse "wirksam kontrolliert und durchgesetzt werden".
Auch Simone Borchardt, gesundheitspolitische Sprecherin der Unionsfraktion, mahnte, Rauchen und Nikotinkonsum dürften bei jungen Menschen nicht wieder die Norm werden. Darüber hinaus forderte die CDU-Politikerin, Mehreinnahmen aus einer erhöhten Tabaksteuer "nicht einfach im allgemeinen Bundeshaushalt verschwinden" zu lassen. Ein angemessener Teil müsse dem Gesundheitsfonds zugutekommen.
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Einige Länder haben oder planen bereits deutliche strengere Regeln als Deutschland. In Großbritannien sollen Personen, die nach dem 1. Januar 2009 geboren wurden, keine Tabakprodukte mehr kaufen dürfen.
In Australien können Vapes nur zu therapeutischen Zwecken in Apotheken erworben werden. Und in Singapur, Thailand und Brasilien sind Mitnahme, Verkauf und Nutzung von E-Zigaretten, Vapes und Tabakerhitzern strengstens verboten und stehen unter Strafe.
Großbritannien will eine rauchfrei
📌 Kaynak
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