Australien: Schlimmste Mäuseplage seit Jahren trifft Landwirte hart

📌 Diğer 📰 Spiegel 🕐 4 gün önce
Australien: Schlimmste Mäuseplage seit Jahren trifft Landwirte hart

Australiens Landwirte werden seit Monaten von einer massiven Mäuseplage heimgesucht. Nun hat ihnen die Pestizid-Aufsichtsbehörde eine ersehnte Notfallgenehmigung erteilt – die für Zehntausende tote Mäuse sorgen dürfte.

Eine Maus in Australien: Wie schon vor fünf Jahren plagen ihre Artgenossen die Bauern in Down Under (Aufnahme von 2021)

Eine massive Mäuseplage macht Australiens Landwirten zu schaffen. Nächtliche Aufnahmen zeigen mindestens Hunderte, eher Tausende Tiere. Farmer klagen seit Wochen über verwüstete Felder und das aufwendige, aber oft erfolglose Auslegen teurer Köder. Manche sagen, dass die diesjährige Plage bereits schlimmer sei als jene 2021.

Damals wüteten die Nager vor allem im Bundesstaat New South Wales. Nun aber sind bereits seit März sowohl Landwirte in Westaustralien betroffen als auch Farmer im Süden des Landes.

Die 5500 Hektar große Farm von Belinda Eastough liegt im westaustralischen Nolba. Die Region ist eines der am stärksten betroffenen Gebiete. Hier baut die Landwirtin seit fast 40 Jahren Weizen, Raps und Lupinen an. Eastough schätzt laut einem BBC-Bericht , dass auf ihren Rapsfeldern derzeit etwa 8000 bis 10.000 Mäuse pro Hektar leben.

Untersuchungen von Fachleuten kamen bereits Anfang April auf ähnlich hohe Zahlen. Schon ab 200 Mäusen je Hektar entstünden massive Schäden. Und von einer Plage spricht Australiens Forschungsbehörde CSIRO ab 800 Mäusen je Hektar.

Die aktuelle Mäuseplage übertrifft den Schwellenwert also um ein Vielfaches. Und so drängen sich teils mehrere Tausend Tiere auf einer Fläche, die gerade mal so groß ist wie anderthalb Fußballfelder. »Ich erlebe einen Albtraum«, sagte Landwirtin Eastough.

Die Mäuse untertunneln nicht nur die Felder. Vor allem buddeln sie die Aussaat wieder aus und verzehren sie, sodass ohne erneute Aussaat viele Äcker leer stehen würden. Doch auch Wiederanpflanzungen würden vernichtet: Köder mussten mehrfach und über Stunden in größerer Menge als sonst ausgelegt werden, nicht immer funktionierte der Schutz.

»Das sind große Kosten, aber es ist mehr als nur das Geld für die Köder«, sagte Geoff Cosgrove der BBC. Der Farmer bewirtschaftet im westaustralischen Mingenew 14.000 Hektar, auf denen Weizen, Raps, Lupinen und Gerste angebaut werden. Die Mäuse bleiben nicht nur auf dem Feld, sondern dringen auch in die Häuser ein. Das setze ihm auch psychisch zu, so Cosgrove. »Nachts trippeln sie durch die Decke, die Klimaanlage. Ich kann sie hören und riechen – es stinkt wie ein verwesender Körper.«

Die Landwirte drängen schon seit Monaten auf Hilfe. Doch erst vor wenigen Tagen ist die zuständige australische Behörde der Forderung vieler Farmer nachgekommen und hat eine Notfallgenehmigung erteilt: Nun darf ein sonst verbotener, stärker konzentrierter Mäuseköder hergestellt und unter Auflagen an einzelne L

📌 Kaynak

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