Tätowierungen: Jetzt mal was anderes

🔬 Bilim 📰 Zeit Online 🕐 4 gün önce
Tätowierungen: Jetzt mal was anderes

Ohne Tattoo ist wie ein Flashback zur politischen Mitte der Bonner Republik: keine Experimente. Vielleicht sollte man sich wenigstens ein kleines Motiv stechen lassen.

Der öffentliche Raum wird mit dem Frühling zur Galerie der Tattoos: bunte Bekenntnisse zieren Arme, Beine und Rücken. Während die UV-Strahlung die Haut bemalt, fühlen sich Nicht-Tätowierte wie Spießer in einer bunten Welt. Zwischen politischen Statements und philosophischen Zitaten scheint ein Tattoo fast schon Pflicht zu sein. Doch bleibt die Frage: Ist es nur oberflächliche Kunst oder echte Überzeugung? Wer ohne Tattoo unter Tätowierten wandelt, fühlt sich wie ein Relikt vergangener Zeiten.

Kaum bricht die Sonne durch, verwandelt sich der öffentliche Raum wieder in ein Open-Air-Tattoostudio. Ob man will oder nicht, überall sieht man bunte Bekenntnisse: Rose auf dem Unterarm, Totenkopf auf der Wade, Reichskriegsflagge auf dem Oberarm, Drache auf der Schulter, Kreuz am Hals, Mandala auf dem Rücken, Runen auf den Fingern, chinesisches Schriftzeichen auf der Brust, Geweih am Arsch, eine Schlange, die aus dem letzten bedeckten Körperteil hervorkriecht – und natürlich die Erinnerung an Bali 2017, eingespritzt mit ruhigen Händen und einer spitzen Nadel in die mittlere Hautschicht. Mit dem Frühlingserwachen in Klimawandelzeiten wird das menschliche Fleisch zur Galerie, der Gehsteig zum Grand Opening des befleckten Körpers und die Liegewiese zur horizontalen Wandmalerei – kuratiert von der UV-Strahlung und dem Glauben an die ewige Faltenlosigkeit der eigenen Haut.

#experiment#tech

📌 Kaynak

Bu özet Zeit Online kaynağından otomatik derlenmiştir. Tamamı için orijinal habere gidin.

Orijinal haberi oku →
← Tüm haberlere dön