Parteitag beendet: Die FDP ringt mit sich selbst - und mit Kubicki

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Parteitag beendet: Die FDP ringt mit sich selbst - und mit Kubicki

Die FDP wollte bei ihrem Parteitag einen Neustart einleiten, doch sie scheint vor allem mit sich selbst zu ringen. Der neue Parteichef Kubicki stichelt gegen die geschlagene Herausforderin Strack-Zimmermann. Droht eine Spaltung? Von Philipp Eckstein. [ mehr ]

Die FDP wollte bei ihrem Parteitag einen Neustart einleiten, doch sie scheint vor allem mit sich selbst zu ringen. Der neue Parteichef Kubicki stichelt gegen die geschlagene Herausforderin Strack-Zimmermann. Droht eine Spaltung?

Über eines kann sich die FDP nicht beschweren: mangelndes Interesse beim Parteitag. 1.500 angemeldete Gäste. 175 Medienvertreter, die beobachten, was die 662 Delegierten tun. Die Halle ist voll - Fotografen, Kameras - und das bei einer Partei, die nicht mehr im Bundestag vertreten ist.

"Ich schaue in diesen Saal und frage mich: Wofür wollen wir freie Demokraten eigentlich in Zukunft stehen?", sagt Carina Konrad. Sie saß mal für die FDP im Bundestag. Und bei der Aussprache macht sie deutlich: Sie hält überhaupt nichts von einer Öffnung nach rechts; so auch ihr Parteikollege Konstantin Kuhle: "Natürlich sind unter den Leuten, die uns gerade den Rücken kehren, auch viele Leute, die maximal irritiert sind über die Lockerungsübungen zur AfD. Maximal irritiert!"

Kubicki setzte sich beim Bundesparteitag in einer Kampfabstimmung gegen die Europapolitikerin Strack-Zimmermann durch. mehr

Stein des Anstoßes sind Aussagen zur Brandmauer, unter anderem von Wolfgang Kubicki. Im Saal ist spürbar, die Delegierten treibt das um. Spannung liegt in der Luft. Der Delegierte Hans-Ulrich Rülke aus Baden-Württemberg warnt zwar noch, er glaube nicht, "dass am heutigen Tag eine Entscheidungsschlacht stattfinden sollte." Doch genau dazu kommt es.

Kubicki, der sich seiner Sache sicher war, bekam am Samstag mit Marie-Agnes Strack-Zimmermann plötzlich eine Gegenkandidatin: "Ich stehe hier nicht, um jemanden anzugreifen, sondern weil mir unsere Partei wichtig ist", begründete die Verteidigungspolitikerin ihren Schritt.

Bis kurz vor der Wahl des neuen FDP-Parteichefs sah es so aus, als sei Kubicki der einzige Kandidat. mehr

Einige Delegierte begrüßen ihre Kandidatur und applaudieren laut. Aber es gibt auch Buhrufe. Gelebte Demokratie, offene Debatten, Streit - das ist eine Lesart. Aber auch Empörung und Zorn über eine Aktion, die für fast alle völlig überraschend kam - auch für Kubicki.

"Ich nehme die Wahl an und ich spüre die Bürde der Erwartungen", sagt Kubicki, nachdem er mit 59 Prozent zum Vorsitzenden gewählt wird. Seine Konkurrentin Strack-Zimmermann erhält 39 Prozent. Und kurz sieht es so aus, als habe es den Richtungsstreit gegeben, den sich viele in der Partei gewünscht haben. Und jetzt der Blick voraus? Pustekuchen!

Auch Martin Hagen, den sich Kubicki zum Generalsekretär gewünscht hat, erhält bei der Wahl nur schwache 59 Prozent. Für alle is

📌 Kaynak

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