Elektromobilität: Kleinen Gemeinden fehlen oft noch öffentliche Ladesäulen für E-Autos
In rund 42 Prozent der deutschen Gemeinden gibt es keine öffentlichen Ladesäulen für E-Autos. Geladen wird deshalb überwiegend Zuhause oder beim Arbeitsplatz.
In vielen kleinen Gemeinden fehlen öffentliche Ladestationen für Elektroautos, wie aus einer Antwort der Bundesregierung hervorgeht. Besonders in Rheinland-Pfalz, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen ist der Zugang zu Ladepunkten mangelhaft. Während in den Stadtstaaten und einigen Bundesländern eine flächendeckende Versorgung besteht, bleiben ländliche Regionen oft auf der Strecke. Kritik gibt es von Linkenpolitiker Dietmar Bartsch, der staatliche Förderungen für Elektroautos anprangert, während die Ladeinfrastruktur vernachlässigt wird. Die Ungleichheit zwischen Ost und West in Bezug auf E-Mobilität wird deutlich, doch ab 2028 sollen Tankstellenketten für mehr Ladepunkte sorgen - auch wenn das Problem in ländlichen Gebieten bestehen bleibt.
Wer in kleineren Gemeinden ein Elektroauto besitzt, findet häufig keine öffentlich zugänglichen Ladesäulen. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des Linkenabgeordneten Dietmar Bartsch hervor. Demnach verfügen 4.548 (42 Prozent) der 10.775 Gemeinden in Deutschland über keinen öffentlichen Ladepunkt. Vor fünf Jahren lag die Zahl um rund 2.000 höher. Über die Daten hatte zunächst das RedaktionsNetzwerk Deutschland berichtet. Das Bundesverkehrsministerium verwies darauf, dass die Elektroautos in den betroffenen Gemeinden vor allem zu Hause oder am Arbeitsplatz geladen werden.
In Bundesländern, wo die Kommunen relativ klein sind, ist der Anteil von fehlendem Zugang zu Ladestationen besonders hoch: in Rheinland-Pfalz bei 72 Prozent, Mecklenburg-Vorpommern bei 68 Prozent und in Thüringen bei 65 Prozent. In den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen sowie in Nordrhein-Westfalen und dem Saarland ist der Zugang flächendeckend gewährleistet. Laut Bundesregierung haben von den Kommunen mit mehr als 5.000 Einwohnern 99 Prozent mindestens einen öffentlichen Ladepunkt.
Bartsch kritisierte, dass es für den Kauf von Elektroautos staatliche Zuschüsse gebe, während die öffentliche Ladeinfrastruktur weit zurückbliebe. Dieses Problem gelte besonders für den Osten, wo jede zweite Gemeinde keinen öffentlichen Ladepunkt habe. Allerdings spielt dabei auch ein statistischer Effekt eine Rolle: Gemeinden im Osten sind im Durchschnitt kleiner als im Westen. Der Osten werde bei der E-Mobilität in der Breite zweitrangig behandelt, sagte Bartsch weiter.
Ändern könnte sich daran etwas ab 2028, da müssen Tankstellenketten mit mindestens 200 Standorten an ihren Tankstellen mindestens einen Schnellladepunkt anbieten. Für Menschen in Dörfern wird das jedoch nicht unbedingt eine Verbesserung bringen, weil es dort oft auch
📌 Kaynak
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