Olympische und paralympische Spiele: Hamburger stimmen gegen Olympia-Bewerbung
Hamburg ist raus aus dem Rennen um die deutsche Olympia-Bewerbung. Schon vor Ende der Auszählung der Stimmen des Referendums steht die Mehrheit gegen die Pläne fest.
Hamburg sagt Nein zu Olympischen Spielen 2036, 2040 oder 2044 an Alster und Elbe. Trotz hoher Wahlbeteiligung von 49,5 Prozent spricht eine klare Mehrheit der Bürger gegen die Bewerbung. Bürgermeister Tschentscher zieht die Bewerbung zurück und akzeptiert das Votum. München, Köln/Rhein-Ruhr und Berlin bleiben im Rennen um die deutsche Kandidatur, DOSB entscheidet im September. Hamburgs Entscheidung zeigt erneut die Skepsis gegenüber Olympia in der Hansestadt.
Die Hamburgerinnen und Hamburger haben sich in einem Referendum gegen eine Bewerbung ihrer Stadt um Olympische und Paralympische Spiele ausgesprochen. Damit scheidet Hamburg aus dem Rennen um die deutsche Kandidatur aus, noch bevor es richtig angefangen hat.
Laut Landeswahlleiter Oliver Rudolf stand schon vor Ende der Auszählung der abgegebenen 652.193 Stimmen eine klare Mehrheit gegen die Kandidatur für die Spiele 2036, 2040 oder 2044 an Alster und Elbe fest. Die Wahlbeteiligung lag demnach bei 49,5 Prozent. Rund 1,3 Millionen Menschen ab 16 Jahren waren stimmberechtigt. Im Vorfeld war von einem engen Rennen ausgegangen worden.
Damit scheiterten die Initiatoren einer Bewerbung wie 2015 mit ihrem Referendum. Damals hatten die Bürgerinnen und Bürger schon einmal gegen eine Bewerbung Hamburgs für die Spiele 2024 entschieden. 51,6 Prozent stimmten damals dagegen, nur 48,4 Prozent dafür. Die Wahlbeteiligung lag mit 50,2 Prozent sogar noch höher als diesmal.
Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher, der im Vorfeld für ein »Ja« geworben hatte, hat die Olympiabewerbung bereits zurückgezogen. Er habe die Verantwortlichen, den Präsidenten des DOSB, Thomas Weikert, sowie den Vertreter Deutschlands beim IOC, Michael Mronz, darüber unterrichtet. »Die Hamburgerinnen und Hamburger haben entschieden, dass sich die Freie und Hansestadt Hamburg nicht um Olympische und Paralympische Sommerspiele bewerben soll«, sagte der SPD-Politiker. Das Votum ist für den rot-grünen Senat verbindlich.
Er bedauerte das Votum, bedankte sich aber zugleich bei allen, »die das Ziel, die Spiele nach Hamburg zu holen, unterstützt haben«. Aus dem ebenfalls gescheiterten Referendum von 2015 habe man gewusst, dass die Skepsis gegenüber Olympia in Hamburg größer sei als in anderen Städten. »Gleichwohl haben wir uns dafür entschieden, weil Olympische und Paralympische Spiele nach den heutigen Bedingungen eine große Chance für alle sind.« Sie hätten vielen Entwicklungen Rückenwind gegeben, die man nun auch ohne Olympia erreichen wolle.
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Vor dem Votum hatte er sich
📌 Kaynak
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