Olympia-Referendum in Hamburg: Wenigstens haben sie es versucht

📌 Diğer 📰 Zeit Online 🕐 4 gün önce
Olympia-Referendum in Hamburg: Wenigstens haben sie es versucht

Die Hamburger Olympiapläne sind gescheitert, rund 55 Prozent der Bewohner stimmten dagegen. Die Gründe? Ganz einfach: Die Hamburger haben andere Sorgen.

Hamburgs gescheiterte Olympiabewerbung wirft die Frage auf, wie die Stadt ohne den gescheiterten Versuch dastehen würde. Die Zwangslage, an dem Wettbewerb teilzunehmen, stellte die Regierenden vor eine schwierige Entscheidung. Trotz intensiver Pro-Olympia-Kampagnen und finanzieller Unterstützung konnte das Nein der Bürger nicht umgangen werden. Die soziale und wirtschaftliche Kluft zwischen Hamburg und München könnte eine Rolle bei der Ablehnung gespielt haben. Die gescheiterte Bewerbung hinterlässt eine triste und weniger glamouröse Realität, aber zumindest hat die Stadt es versucht.

Stellen wir uns vor, die Hamburger Olympiakampagne wäre nicht gescheitert, weil es sie überhaupt nicht gegeben hätte: Wie stünde die Stadt dann da?

Wenn sich die Aufregung über das mit rund 55 Prozent der Stimmen klare »Nein« gelegt hat (für »Ja« stimmten rund 45 Prozent), wenn die fälligen Bekundungen des Bedauerns aufseiten der Befürworterinnen ausgesprochen und die Triumphgesänge der Gegner verklungen sind, muss man daran erinnern: Die Chance, Olympische Spiele auszurichten, hat eine Zwangslage für die Regierenden erzeugt. Hätten sie ihre Stadt wirklich aus diesem Wettbewerb heraushalten sollen? Das wäre ihnen als Zögerlichkeit ausgelegt worden, wenn nicht als mutwillige Missachtung einer günstigen Gelegenheit.

📌 Kaynak

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