Xeon 6+: Intels Clearwater Forest startet mit vier Modellen
Die Xeon 6+ ermöglichen bis zu 576 Kerne pro Server. AET soll Informationen zur Leistungsaufnahme auf Ebene einzelner Kerne liefern. ( Xeon , Prozessor )
Vorgestellt hat Intel Clearwater Forest, die Xeon-Variante mit E-Cores, bereits mehrfach. Am 1. Juni 2026 gehen die Prozessoren als Xeon 6+ in den Verkauf. Intel kombiniert dabei seine letzten drei Fertigungsprozesse mit EMIB: Die mit Intel 18A gefertigten CPU-Chiplets sitzen auf mit Intel3 gefertigten Dies, die Speichercontroller, Network-on-Chip und L3-Cache enthalten. Ergänzt werden sie durch mit Intel7 gefertigte IO-Chiplets.
Letztere bringen wieder Beschleuniger für verschiedene Anwendungsszenarien mit. Auch SHA-512 sowie die chinesischen Verschlüsselungsstandards SM3 und SM4 können die Xeon 6+ beschleunigen. Allzu groß ist die Modellpalette nicht, mit bis zu 288 Kernen sind die Xeon 6+ in erster Linie für Hyperscaler, Cloudanbieter und andere große Rechenzentren gedacht. Die beiden größten Modelle bietet Intel allerdings in zwei TDP-Varianten an, die Prozessoren nutzen die gleiche Plattform wie Granite Rapids, die P-Core Xeons.
Intel verspricht im Mittel 30 Prozent mehr Leistung pro Thread im Vergleich zu AMDs Zen5c-Epycs alias Turin und eine im Vergleich zum Vorgänger Sierra Forest um 55 Prozent höhere Leistung pro Watt. Weniger deutlich fällt der Effizienzvorsprung im Vergleich zu Turin aus. Insbesondere bei mittlerer Auslastung soll Clearwater Forest aber eine bis zu 30 Prozent höhere Leistung pro Watt liefern als Turin.
Intel erweitert zudem die Möglichkeiten zur Erfassung des Energiebedarfs. Mit Application Energy Telemetry (AET) soll sich die Leistungsaufnahme mit der Granularität einzelner Kerne erfassen lassen.
Unterstützung für AET ist in den Linux-Kernel 7.0 integriert. Durch zusätzliche Korrelationen soll sich der Energiebedarf einzelner Anwendungen oder gar Threads relativ genau abschätzen lassen. Das soll eine bessere Orchestrierung von Anwendungen ermöglichen und Optimierungen vereinfachen.
Alle Xeon 6+ verfügen über zwölf Speichercontroller, die mit MRDIMMs (Multiplexer-combined Ranks DIMMs) maximal 8.000 MT/s erlauben. Zweisockelsysteme unterstützen ebenfalls alle Prozessoren, hierfür stehen sechs UPI-Links zur Verfügung. Zum Anbinden von Geräten sind 96 PCIe5-Lanes verbaut.
Die könnten etwa für die ebenfalls neu vorgestellten Netzwerkkarten mit E835-Controller genutzt werden. Die vier Modelle der Ethernet-Adapter bieten Bandbreiten von 25 bis 200 GBit/s, unterstützen RoCEv2 (RDMA over Converged Ethernet Version 2) mit Link Aggregation. Der Controller kann zudem Teile der Paketverarbeitung übernehmen und so die CPU entlasten. Intel hebt zudem die Unterstützung von Synchronous Ethernet und des Precision Time Protocol hervor.
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