Präsidentschaftswahl in Kolumbien: Ultrarechter de la Espriella trifft in Stichwahl linken Cepeda
Der extrem rechte Anwalt Abelardo de la Espriella erhielt in Kolumbien die meisten Stimmen. In der Stichwahl tritt er gegen Iván Cepeda vom linken Regierungsbündnis an.
Bei der Präsidentschaftswahl in Kolumbien stehen der ultrarechte Anwalt Abelardo de la Espriella und der linke Senator Iván Cepeda in der Stichwahl. De la Espriella führt mit 43,7 Prozent vor Cepeda mit knapp 41 Prozent. Der amtierende Präsident Petro erkennt das vorläufige Ergebnis nicht an. Die niedrige Wahlbeteiligung im ersten Durchgang lässt Raum für Veränderungen. De la Espriella bewundert Trump und plant harte Maßnahmen, während Cepeda auf soziale Reformen setzt.
Bei der Präsidentschaftswahl in Kolumbien ziehen der ultrarechte Anwalt Abelardo de la Espriella und der linke Senator Iván Cepeda in die Stichwahl. Nach Auszählung von mehr als 97 Prozent der Stimmen führte der Anwalt und Geschäftsmann de la Espriella mit 43,7 Prozent, wie die nationale Wahlbehörde mitteilte. Cepeda kam demnach auf knapp 41 Prozent. Da keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit erreichte, müssen die beiden Erstplatzierten am 21. Juni in einer zweiten Runde gegeneinander antreten.
Der amtierende linke Präsident Gustavo Petro teilte am Sonntagabend mit, er erkenne das vorläufige Auszählungsergebnis nicht an und wolle das von Richtern geprüfte Endergebnis abwarten. Die Wahlbeteiligung lag bei knapp über der Hälfte der rund 41 Millionen Wahlberechtigten.
Umfragen zufolge dürfte Cepeda in der Stichwahl einen schweren Stand haben, da sich die Wähler und Wählerinnen des rechten und der Mitte zuzuordnenden Lagers nun hinter de la Espriella vereinen könnten. Die relativ niedrige Wahlbeteiligung im ersten Durchgang könnte beiden Kandidaten jedoch noch Spielraum bieten, zusätzliche Wähler zu mobilisieren.
Der 47-jährige Anwalt und Geschäftsmann de la Espriella, der sich selbst als politischer Außenseiter bezeichnet und als »Tiger« inszeniert, bewundert US-Präsident Donald Trump, El Salvadors autoritär regierenden Präsidenten Nayib Bukele und Argentiniens rechtslibertären Regierungschef Javier Milei. Er hat eine harte Offensive gegen illegale bewaffnete Gruppen und den Bau von zehn Megagefängnissen angekündigt.
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Als Präsident wolle er mit Unterstützung der USA mit Luftangriffen gegen bewaffnete Gruppen vorgehen, kündigte er während des Wahlkampfs in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP an. Nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses kündigte er an, die Demokratie »mit Vernunft oder mit Gewalt« zu verteidigen.
Cepeda, ein 63-jähriger Senator, Philosoph und Menschenrechtsanwalt, tritt für das Regierungsbündnis Pacto Histórico an. Er hat versprochen, den Frieden mit illegalen bewaffneten Grup
📌 Kaynak
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