Israel: Benjamin Netanyahu sieht »dramatische Wendung« im Libanon – scharfe Kritik aus Berlin, Paris und London

💰 Ekonomi 📰 Spiegel 🕐 3 gün önce
Israel: Benjamin Netanyahu sieht »dramatische Wendung« im Libanon – scharfe Kritik aus Berlin, Paris und London

Israels Armee dringt so weit in den Libanon vor wie seit 26 Jahren nicht mehr. Was Benjamin Netanyahu als Erfolg verkauft, stößt in Europas Machtzentralen auf Ablehnung. Besonders aus Paris kommen klare Worte.

Israelische Soldaten an der Burg Beaufort im südlichen Libanon (am 31. Mai)

Seit sechs Wochen gilt offiziell eine Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon. Davon war an diesem Wochenende wenig zu spüren, im Gegenteil: Die Bodenoffensive der israelischen Armee wurde auf Anordnung von Regierungschef Benjamin Netanyahu noch ausgeweitet.

Dabei wertete der Premier die Einnahme der strategisch wichtigen Burg Beaufort im Libanon als »dramatische Wendung« im Kampf gegen die proiranische Hisbollah. Netanyahu sprach in einem am Sonntag veröffentlichten Video zudem von einer »dramatischen Etappe« in der israelischen Bodenoffensive gegen die von Iran unterstützte Miliz.

Die auch unter dem Namen Kalaat al-Schakif bekannte mittelalterliche Kreuzritterburg gilt wegen ihrer Lage mit Blick über weite Teile des Südlibanon als strategisch wichtig (mehr hier). Israels Armee hatte die Festung bereits im Libanonkrieg 1982 erobert und nutzte sie bis zu ihrem Rückzug aus dem Libanon im Jahr 2000 als Stützpunkt.

In der Umgebung der Burg war am Sonntag Artilleriefeuer zu hören, wie ein AFP-Reporter berichtete. Über der Burg wehte die israelische Flagge.

Die israelische Flagge weht zusammen mit der Flagge der Golani-Brigade über der Burg Beaufort

Die Hisbollah erkennt die ausgehandelte Waffenruhe nicht an. Die Miliz erklärte ihrerseits, am Sonntag Infrastruktur in den nordisraelischen Orten Schlomi und Naharija angegriffen zu haben. In der Gegend der israelischen Hafenstadt Akko ertönte Luftschutzalarm. Später erklärte die Miliz, sie greife israelische Stellungen nahe Beaufort an.

Scharfe Kritik am israelischen Vorgehen im Libanon kam aus Frankreich. »Nichts rechtfertigt die derzeitige massive Eskalation im Südlibanon«, erklärte der französische Präsident Emmanuel Macron. Der Uno-Sicherheitsrat will nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP am Montag auf Frankreichs Antrag eine Dringlichkeitssitzung abhalten.

Frankreich erkenne Israels Recht zur Verteidigung gegen die Hisbollah-Angriffe an, doch »nichts kann die Verlängerung der israelischen Militäreinsätze im Libanon und die Besetzung von Gebieten immer tiefer auf libanesischem Gebiet rechtfertigen«, sagte der französische Außenminister Jean-Noël Barrot dem Fernsehsender BFMTV. Mit seinem Vorstoß begehe Israel einen »schweren Fehler«.

Deutschlands Außenminister Johann Wadephul rief Israel und die Hisbollah dringend auf, zur vereinbarten Waffenruhe zurückzukehren. »Das weitere Vorrücken der israelischen Armee im Süden des Libanon gibt Anlass zu großer Sorge«, teilte der CDU-Politiker am Rande seines Besuches bei den

#euro

📌 Kaynak

Bu özet Spiegel kaynağından otomatik derlenmiştir. Tamamı için orijinal habere gidin.

Orijinal haberi oku →
← Tüm haberlere dön