Kolumbien-Präsidentschafts-Wahl: Iván Cepeda muss gegen Abelardo de la Espriella in die Stichwahl

📌 Diğer 📰 Spiegel 🕐 3 gün önce
Kolumbien-Präsidentschafts-Wahl: Iván Cepeda muss gegen Abelardo de la Espriella in die Stichwahl

Kolumbien hat gewählt, eine Entscheidung im Rennen um das Präsidentenamt ist aber noch nicht gefallen: Am 21. Juni müssen zwei Kandidaten in die Stichwahl. Der linke Senator ​Iván Cepeda landete überraschend nur auf Rang zwei.

Abelardo de la Espriella: Der politische Außenseiter holte in Runde eins die meisten Stimmen

Die Präsidentschaftswahl in Kolumbien geht in eine zweite Runde: Der rechtsgerichtete Anwalt Abelardo de la Espriella und der linke Senator Iván Cepeda müssen in die Stichwahl. Nach Auszählung von knapp 99,5 Prozent der Stimmen kam de la Espriella auf 43,7 Prozent und Cepeda auf knapp 41 Prozent. Das teilte die Wahlbehörde mit (hier alle Ergebnisse).

Die konservative Senatorin Paloma Valencia, die vor der Wahl ebenfalls zu den aussichtsreichsten Bewerbern gezählt hatte, landete demnach mit knapp sieben Prozent der Stimmen deutlich hinter den beiden Spitzenkandidaten.

Da keiner der Bewerber die absolute Mehrheit erreichte, fällt die Entscheidung über das Präsidentenamt erst in der Stichwahl am 21. Juni.

Iván Cepeda am Wahlabend: In den Umfragen vor der Wahl hatte er noch geführt

Rund 41 Millionen Bürgerinnen und Bürger waren aufgerufen, einen Nachfolger des linken Präsidenten Gustavo Petro zu wählen. Er durfte laut Verfassung nicht erneut kandidieren. Nach Bekanntwerden des vorläufigen Ergebnisses erklärte Petro, ​er erkenne es nicht an und wolle das von Richtern geprüfte Endergebnis abwarten. Bei X schrieb er von angeblichen Unregelmäßigkeiten bei der Auszählungssoftware und dem Wählerregister. Belege legte er zunächst nicht vor.

Auch Cepeda erklärte der Zeitung »El Tiempo« zufolge, seine Kampagne prüfe Hinweise auf eine bislang unbestimmte Zahl von Wahllokalen, in denen es nach ersten Berichten zu ungewöhnlichen Abstimmungsergebnissen gekommen sein soll. Zu den Ergebnissen des Wahlabends werde er sich erst äußern, wenn die offiziellen Auszählungskommissionen ihre Arbeit abgeschlossen hätten.

Die am Wahlabend veröffentlichten Vorabergebnisse gelten in Kolumbien üblicherweise als sehr verlässlich und weichen meist nur geringfügig vom späteren amtlichen Endergebnis ab.

Die Abstimmung galt auch als Entscheidung darüber, ob Kolumbien den von Petro eingeschlagenen Kurs mit höheren Sozialausgaben und Verhandlungen mit bewaffneten Gruppen fortsetzt oder einen konservativeren Weg einschlägt.

Cepeda, 63, tritt für das Regierungslager an und möchte den Reformkurs Petros fortsetzen. Er will die Friedensgespräche mit illegalen bewaffneten Gruppen fortsetzen; zudem plant er weitreichende Sozialreformen, um Ungleichheit und Armut ‌zu bekämpfen. Dazu gehören höhere Steuern ​für Besserverdienende und Landzuweisungen an Opfer des jahrzehntelangen ‌internen Konflikts. Cepeda hatte in den Umfragen vor der Wahl noch geführt. Mehr über ihn erfahren Sie hier .

De la Espriell

📌 Kaynak

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