Elbvertiefung: Der tägliche Newsletter aus Hamburg: Der Olympia-Traum ist aus

📌 Diğer 📰 Zeit Online 🕐 3 gün önce
Elbvertiefung: Der tägliche Newsletter aus Hamburg: Der Olympia-Traum ist aus

Die Elbvertiefung am Montag – Mit einem wichtigen Aufruf, Prügeleien in Eppendorf und einer Krimi-Empfehlung

Hamburg sagt Nein zu Olympia: Trotz intensiver Werbung konnte die Mehrheit der Bürger nicht überzeugt werden. Die Pro-Olympia-Anhänger wirkten betreten, während die NOlympia-Initiative ausgelassen feierte. Die Stadt reagierte nüchtern auf das Votum und zog die Bewerbung offiziell zurück. Die Diskussion um Olympia zeigt, wie leidenschaftlich über die Zukunft Hamburgs debattiert wurde. Trotz des Scheiterns der Spiele sollten die großen Zukunftsfragen nicht aus den Augen verloren werden.

All die Plakate, Flyer, Pixi-Bücher und Drohnen-Shows, mit denen der Senat für die Austragung der Spiele warb, konnten die Mehrheit der Hamburgerinnen und Hamburger nicht überzeugen. Und so wirkte der weiße »Eine Chance für alle«-Schal, der gestern Abend in der Handelskammer verteilt wurde, nur mehr wie ein Trostpreis. Die Anhänger der Pro-Olympia-Initiative standen dort bald betreten bei Currywurst und Sekt beieinander und wirkten recht fassungslos, viele hatten mit einem anderen Ausgang des Abends gerechnet.

Ganz anders die Stimmung im Rathaus: Um 18.30 Uhr knallte der erste Sektkorken, eine Stunde später war klar, dass das »Nein« nicht mehr aufzuholen war, und die NOlympia-Initiative, die sich dort auf Einladung der Linksfraktion getroffen hatte, feierte ausgelassen. »Der Senat hat die Stimmung in der Stadt komplett falsch eingeschätzt«, freute sich Heike Sudmann, Co-Fraktionsvorsitzende der Linken.

Besagter Senat reagierte deutlich nüchterner: »Das Votum ist für uns verbindlich«, teilte Bürgermeister Peter Tschentscher knapp mit, Hamburg habe seine Bewerbung beim DOSB bereits offiziell zurückgezogen. Katharina Fegebank sprach von einer »herben Enttäuschung«.

Warum haben die Hamburgerinnen und Hamburger der Olympia-Vision nun, nach 2015, schon wieder eine Absage erteilt? Mein Kollege Frank Drieschner hat sich das Ergebnis genauer angeschaut, auffällig ist etwa das Gefälle zwischen den wohlhabenderen und den ärmeren Stadtteilen. Seine Analyse lesen Sie hier (Z+).

Es war schon bemerkenswert, wie leidenschaftlich in den vergangenen Wochen über die Zukunft dieser Stadt diskutiert wurde. Mit welcher Energie der Senat für eine große Idee warb. Wie viele Menschen sich offenbar wünschen, Hamburg möge doch mal wieder »groß denken«. Aber was heißt das eigentlich: groß denken?

Erfahren Sie aus der Redaktion der ZEIT, was in Hamburg wichtig ist – prägnant, persönlich und pointiert, jeden Werktag um 6 Uhr.

Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

Ich für meinen Teil fände es schön, wenn die Lust am Visionären nicht mit der Olympia-Kampagne end

📌 Kaynak

Bu özet Zeit Online kaynağından otomatik derlenmiştir. Tamamı için orijinal habere gidin.

Orijinal haberi oku →
← Tüm haberlere dön