Heterofatalismus: Tötet der Heterofatalismus die Romantik?

📌 Diğer 📰 Zeit Online 🕐 3 gün önce
Heterofatalismus: Tötet der Heterofatalismus die Romantik?

Immer mehr Frauen sagen: Lasst uns endlich komplett auf Männer verzichten! Ist die romantische Beziehung damit tot? Oder geht da noch was?

Frauen schämen sich für feste Beziehungen, so die US-amerikanische Vogue. Auf TikTok wird der Begriff "boyfriendsober" zum Trend, während Feministinnen die Zukunft der Heterosexualität in Frage stellen. Der Begriff "Heterofatalismus" geistert durchs Netz, auch im Feuilletonpodcast wird über die Abschaffung der Romantik diskutiert. Die Debatte um die Zukunft der Heterosexualität spaltet die Gesellschaft, von der Vogue bis zur Philosophie. Wird die traditionelle Beziehung bald der Vergangenheit angehören?

Es sei Frauen heute peinlich, wenn sie einen festen Freund haben – man schäme sich dafür und zeige ihn lieber nicht. Das jedenfalls behauptete vor einiger Zeit ein Artikel in der US-amerikanischen Vogue. Auf TikTok trenden Begriffe wie »boyfriendsober«, und immer mehr weibliche Stimmen melden sich in der Öffentlichkeit, die sich ganz grundsätzlich fragen: Können wir überhaupt noch mit Männern zusammenleben? Brauchen, ja wollen wir das heute noch: mit einem Mann das Leben, die Wohnung, das Bett teilen? Wo aus Sicht von Feministinnen doch so viele Gründe gegen die heterosexuelle Beziehung sprechen, von Gender-Pay-Gap bis zu Skandalen wie Pelicot und Fernandes? Wer »nein« antwortet, der bekennt sich zum Heterofatalismus. So heißt das neue Schlagwort, das gerade im Netz und in der Presse diskutiert wird.

Auch im Feuilletonpodcast Die sogenannte Gegenwart fragen Nina Pauer und Lars Weisbrod: Wie steht es um die Zukunft der Heterosexualität? Wird sie bald abgeschafft – und die Romantik gleich mit? Oder bleibt sie uns, allem Pessimismus zum Trotz, doch noch eine Weile erhalten?

Text aus der Vogue: »Is Having a Boyfriend Embarrassing Now?«

Text aus dem Süddeutsche Magazin von Nele Sophie Karsten: »Wie soll ich einen Mann lieben?«

Text aus der Welt von Julian Theilen: »Herrischer Feminismus: Warum ich Frauen nicht mehr brauche«

Der Essay von Asa Seresin aus dem Jahr 2019: »On Heteropessimism«

Julia Werthmanns Text im Magazin Jacobin: »Entromantisierung ist keine Emanzipation«

Das ZEIT-Interview mit der Philosophin Sally Haslanger: »Der Begriff ›Frau‹ sollte mehr als bloß eine Bedeutung haben«

Das Zitat von Amia Srinivasan stammt aus ihrem Buch The Right to Sex.

📌 Kaynak

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