»Meeresdunkel« von Till Raether: Auf Mallorca wird der Horror perfekt
Mit Thrillern kann man mich jagen. Außer mit »Meeresdunkel« von Till Raether, der ist ein Volltreffer.
Der neue Thriller "Meeresdunkel" von Till Raether bricht mit den Klischees des Genres und entführt die Leser in die Hamburger Herbstferien. Zwei Familien teilen sich aus Versehen eine Unterkunft auf Mallorca, was zu turbulenten Eheproblemen und skurrilen Charakteren führt. Der Autor Till Raether überzeugt mit authentischen Figuren und einem realitätsnahen Bösewicht, der an einen umstrittenen Hamburger Mäzen erinnert. Spannung und Grusel halten sich die Waage in diesem Thriller, der mit unerwarteten Wendungen und einem fesselnden Erzählstil begeistert. "Meeresdunkel" ist ein weiterer Volltreffer des Autors, der das Genre des Thrillers neu interpretiert und fesselnde Unterhaltung bietet.
Sollten Sie mal in die Verlegenheit kommen, mich vertreiben zu müssen, weil ich zum Beispiel mit einem Messer um Ihr Haus schleiche und damit drohe, all Ihre Frauen und Kinder aufzuschlitzen, dann sagen Sie einfach: »Kennen Sie eigentlich den neuen Thriller von …?«
Und schon werde ich schreiend davonlaufen, mit Thrillern können Sie mich nämlich jagen, ich finde das Subgenre meistens sterbenslangweilig. Die ewigen Storys von schlechten Müttern, die schuld daran sind, dass ihre Söhne zu Psychopathen werden. Die immer gleichen Figuren, Plots und Settings aus verletzlicher Protagonistin, bedrohlichem Killer und gefängnisartigem Gebäude, Schiff, Landgasthof. Das Vortäuschen von Spannung, indem Angst so lange durchdekliniert wird, bis auch das letzte bisschen Tempo gestorben ist. Und dann noch der schäbige Trick, dass zuallererst mal Frauen und Kinder verschwinden, getötet und gefoltert werden, bevor wir überhaupt anfangen.
📌 Kaynak
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