Europäische Außenminister kritisieren Israels Vorrücken im Libanon
In Europa wachsen Sorge und Kritik angesichts Israels Vorgehen im Libanon. Bundesaußenminister Wadephul forderte ein Ende der Kämpfe - auch von der Hisbollah. Die USA feilen unterdessen an einem weiteren Anlauf für eine Waffenruhe.[ mehr ]
In Europa wachsen Sorge und Kritik angesichts Israels Vorgehen im Libanon. Bundesaußenminister Wadephul forderte ein Ende der Kämpfe - auch von der Hisbollah. Die USA feilen unterdessen an einem weiteren Anlauf für eine Waffenruhe.
Bundesaußenminister Johann Wadephul hat besorgt auf das weitere Vorrücken der israelischen Armee im Süden des Libanon reagiert. Dieses gebe "Anlass zu großer Sorge", erklärte der CDU-Politiker. Israel habe legitime Sicherheitsinteressen, aber Zivilisten dürften nicht den Preis einer militärischen Eskalation zahlen.
Gleichzeitig müsse die proiranische Hisbollah ihre Angriffe auf den Norden Israels einstellen, forderte Wadephul in einer vom Auswärtigen Amt geteilten Mitteilung. Alle Konfliktparteien seien dringend aufgefordert, die Kampfhandlungen einzustellen und zur vereinbarten Waffenruhe zurückzukehren.
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Auch Wadephuls britische Amtskollegin Yvette Cooper hat ein Ende der israelischen Angriffe im Libanon gefordert. Ähnlich wie Wadephul sagte sie auf der Onlineplattform X, die Eskalation habe Zivilisten getötet und vertrieben, Infrastruktur zerstört und den Raum für Diplomatie eingeschränkt. Sie forderte auch die Hisbollah-Miliz auf, ihre Angriffe auf Israel einstellen und sich zu entwaffnen. Alle Seiten müssten die Waffenruhe respektieren und ernsthaft verhandeln.
Noch schärfere Kritik am israelischen Vorgehen kam aus Frankreich. "Nichts rechtfertigt die derzeitige massive Eskalation im Südlibanon", erklärte der französische Präsident Emmanuel Macron. Außenminister Jean-Noël Barrot sagte dem Fernsehsender BFMTV, Frankreich erkenne Israels Recht zur Verteidigung gegen die Hisbollah-Angriffe an, doch nichts könne die Verlängerung der israelischen Militäreinsätze im Libanon und die Besetzung von Gebieten immer tiefer auf libanesischem Gebiet rechtfertigen. Mit seinem Vorstoß begehe Israel einen "schweren Fehler".
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Am Wochenende hatte Israel - trotz der vor mehr als sechs Wochen offiziell vereinbarten Waffenruhe - eine Ausweitung der Bodenoffensive im Libanon angeordnet. Die Truppen stoßen nun vom Litani-Fluss weiter zum rund zehn Kilometer nördlich gelegenen Zaharani-Fluss vor.
So hatten israelische Soldaten am Sonntag die strategisch wichtige Festung Beaufort eingenommen - und sind damit nun so weit ins Nachbarland vorgerückt wie seit 26 Jahren nicht mehr. Außerdem melden die libanesische Behörden imm
📌 Kaynak
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