Hamburger stimmen klar gegen Olympia-Bewerbung
Zum zweiten Mal nach 2015 sagen die Bürger der Hansestadt Nein zu einer Bewerbung für Olympische Spiele. Das Rennen wird nun unter München, Berlin und der Rhein-Ruhr-Region entschieden.[ mehr ]
Hamburg scheidet aus dem Rennen um eine deutsche Olympia-Bewerbung aus. Beim Referendum stimmte eine Mehrheit von 54,9 Prozent gegen die Pläne des Senats. Es ist das zweite Mal nach 2015, dass sich die Bürgerinnen und Bürger der Hansestadt gegen eine Bewerbung entscheiden.
Das Ergebnis am Sonntag war überraschend deutlich, nachdem ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Befürwortern und Gegner erwartet worden war. Noch vor Ende der Auszählung stand fest, dass eine Mehrheit sich gegen die Bewerbung entschieden hat.
"Das Votum ist für den Senat verbindlich. Ich habe dem Präsidenten des DOSB, Thomas Weikert, sowie dem Vertreter Deutschlands beim IOC, Michael Mronz, soeben mitgeteilt, dass Hamburg seine Olympia-Bewerbung zurückzieht", sagte Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD), der betonte: "Auch ich bedaure das Votum sehr."
Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) nach dem "Nein" beim Olympia-Referendum im Interview.
"Es verwundert mich. Ich bin extrem positiv hierhergefahren. Aber wir werden es akzeptieren müssen", sagte Laura Ludwig, Beachvolleyball-Olympiasiegerin von Rio 2016 kurz vor Ende der Auszählung: "Und wie es auch im Sport war: Niederlagen müssen wir akzeptieren."
Freude herrschte bei den Olympia-Gegnern: "Dieses Ergebnis zeigt: Die Hamburgerinnen und Hamburger lieben ihre Stadt und lassen sich nicht von einer Million Euro teuren Werbekampagne hinter die Fichte führen", sagte Eckart Maudrich, Sprecher der Initiative "NOlympia".
Erneut haben sich Hamburgs Bürgerinnen und Bürger gegen eine Bewerbung um Olympia entschieden. Die Taube auf dem Dach hat gegen den Spatz in der Hand verloren, meint Holger Gerska.
Die Hansestadt scheidet durch das Nein aus dem Bewerbungsprozess aus und wird nicht wie geplant bis zum 4. Juni ihr finales Konzept beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) einreichen.
Der DOSB-Vorstandsvorsitzende Otto Fricke erklärte im NDR: "Für uns ist das ein bisschen frustrierend nach 19 positiven Ergebnissen (Referenden in München, NRW und Kiel; d.Red.), dass Hamburg demokratisch gesagt hat: Nein, bei uns in der Stadt wollen wir das nicht. Aber das gehört dazu. Das ist auch Teil unseres transparenten Verfahrens."
Hamburgs Bürgerinnen und Bürger haben gegen eine Olympia-Bewerbung gestimmt. DOSB-Chef Otto Fricke im Interview.
Über den deutschen Bewerber für die Spiele 2036, 2040 oder 2044 wird am 26. September bei der DOSB-Mitgliederversammlung nun zwischen München, Berlin und der Region Rhein-Ruhr entschieden.
Für Hamburg ist das Abstimmungsergebnis ein Déjà vu: 2015 hatte der DOSB die Hansestadt im
📌 Kaynak
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