Abfall in Deutschland: Müllaufkommen sinkt auf niedrigsten Stand seit 2009
Die Deutschen haben 2024 362,7 Millionen Tonnen Abfall produziert. Das ist weniger als im Vorjahr – und in den vergangenen Jahren. So wenig Müll gab es zuletzt 2009.
Die Menge an Abfall in Deutschland erreichte 2024 den niedrigsten Stand seit 2009, mit 362,7 Millionen Tonnen, was einem Rückgang von 4,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Besonders Bau- und Abbruchabfälle dominierten erneut das Müllaufkommen, wobei die Menge an Bauschutt um 8,1 Prozent sank. Trotz insgesamt rückläufiger Zahlen stieg die Menge an Siedlungsabfällen aus privaten Haushalten leicht an. Insgesamt wurden 82 Prozent der Abfälle verwertet, wobei 69 Prozent stofflich und 13 Prozent energetisch recycelt oder verbrannt wurden. Trotz des positiven Trends bleibt die Verwertungsquote seit 2019 unverändert, während 16,3 Prozent der Abfälle noch auf Deponien landen.
Die Menge an Abfall hat 2024 in Deutschland abgenommen und ist auf den tiefsten Stand seit 2009 zurückgegangen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, wurden 362,7 Millionen Tonnen Müll produziert, 4,6 Prozent weniger als im Vorjahr. 2009 hatten die Deutschen 359,4 Millionen Tonnen produziert. Seit dem Höchststand 2018 hat das Müllaufkommen kontinuierlich abgenommen. Damals lag die Zahl bei 417,2 Millionen Tonnen.
Wie zuvor machten Bau- und Abbruchabfälle – Letztere entstehen etwa beim Abriss oder Umbau von Gebäuden – auch diesmal mehr als die Hälfte des Müllaufkommens aus. Beim Bauschutt sank die Abfallmenge auch am deutlichsten: um 8,1 Prozent auf 182,8 Millionen Tonnen.
Übrige Abfälle, insbesondere aus Produktion und Gewerbe, nahmen um 4,1 Prozent ab, gefolgt von Sekundärabfällen mit zwei Prozent. Sekundärabfälle entstehen bei der Verarbeitung von Müll, etwa Verbrennungs- oder Kompostierungsrückstände.
Private Haushalte produzierten indessen mehr Müll als im Vorjahr. Die Menge an Siedlungsabfällen, die sich in erster Linie aus dem privaten Müllaufkommen ergibt, stieg leicht um 0,8 Prozent auf 49,3 Millionen Tonnen. Rund 14 Prozent des gesamten Abfallaufkommens entstehen in Privathaushalten oder vergleichbaren Einrichtungen wie etwa Arztpraxen oder Kinos.
2024 wurden laut Statistischem Bundesamt 296,2 Millionen Tonnen Abfälle verwertet – 69 Prozent davon stofflich und 13 Prozent energetisch, das heißt recycelt oder zur Energiegewinnung verbrannt. Das entspricht einer Verwertungsquote von 82 Prozent, die seit dem Jahr 2019 unverändert geblieben ist. Von den restlichen Abfällen wurden 16,3 Prozent über Deponien entsorgt. Ein kleiner Teil – knapp ein Prozent – wird thermisch beseitigt, also verbrannt.
📌 Kaynak
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