Energie-Startups aus den USA an der Börse – woher der Erfolg kommt
Es ist kein Zufall, dass Solar- und Batterieanbieter, Nuklear-Startups und Geothermie-Firmen gleichzeitig IPOs feiern. Der KI-Boom macht Strom wieder zum strategischen Gut – und die Frage ist: Wer kann am schnellsten skalieren? weiterlesen auf t3n.de
Es ist kein Zufall, dass Solar- und Batterieanbieter, Nuklear-Startups und Geothermie-Firmen gleichzeitig IPOs feiern. Der KI-Boom macht Strom wieder zum strategischen Gut – und die Frage ist: Wer kann am schnellsten skalieren?
In diesem Jahr gab es in den USA eine Welle von Börsengängen namhafter Energieunternehmen. So ging das Solar- und Batterieunternehmen Solv Energy im Februar mit einem Wert von sechs Milliarden Dollar an die Börse. Im April folgte X-energy, das kleine modulare Kernreaktoren baut, woraufhin seine Aktien am ersten Handelstag sprunghaft anstiegen und eine Marktkapitalisierung von 11,5 Milliarden US-Dollar erreichten. Zuletzt ging das Geothermieunternehmen Fervo Energy Mitte Mai an die Börse. Seine Marktkapitalisierung liegt nun bei etwa 12,4 Milliarden US-Dollar.
Das sieht alles nach Erfolgsgeschichten in der Welt der Börsengänge aus. Zufall? All diese Unternehmen positionieren sich in einer Zeit steigender Nachfrage nach Strom – teilweise aufgrund des gestiegenen Bedarfs von Betreibern von Rechenzentren. Wie geht es diesen Firmen, was sagt dieser Moment über das Stromnetz aus und was kommt als Nächstes?
Über Fervo Energy arbeitet an der Entwicklung von Enhanced Geothermal Energy. Während für konventionelle Geothermie Standorte mit heißem Gestein, Wasser und Rissen gefunden werden müssen, um ein Kraftwerk zu betreiben, nutzt Fervo im Wesentlichen Fracking-Techniken, um die notwendigen Bedingungen zu schaffen. Das Unternehmen wurde 2017 gegründet und hat im Laufe der Jahre vor seinem Börsengang rund 1,5 Milliarden Dollar von Investoren eingesammelt. Fervos erstes kommerzielles Projekt, Cape Station in Utah, soll eine Leistung von etwa 500 Megawatt haben. Der erste Block soll ab Oktober Strom für die Kunden liefern, die nächsten beiden Blöcke ab Januar 2027.
Die neuen Finanzmittel aus dem Börsengang könnten dem Unternehmen beim Wachstum helfen. Fervo verfügt derzeit über verbindliche Stromabnahmeverträge im Umfang von über 600 Megawatt. Außerdem besitzt das Unternehmen Pachtverträge für Grundstücke, auf denen insgesamt mehr als 40 Gigawatt Strom erzeugt werden könnten. 2024 hatte die gesamte Geothermie-Flotte der USA eine Kapazität von nur vier Gigawatt.
Das Unternehmen hat zudem die Senkung der Bau- und Bohrkosten im Blick: Sein Kraftwerk Cape Station wird voraussichtlich etwa sieben Dollar pro Kilowatt kosten, was günstiger ist als neue Kernkraftwerke, aber mehr als doppelt so teuer wie der Bau eines neuen Erdgaskraftwerks in den USA.
X-energy strebt ebenfalls die Energie-Bereitstellung an: Es ist Teil der Welle von Nuklearunter
📌 Kaynak
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