Syrien: In Syrien inhaftierte Journalistin ist in »schlechter« Verfassung
Die in Syrien inhaftierte deutsche Journalistin Eva-Maria Michelmann befindet sich in einem »schlechten« Zustand. Ihrem Anwalt zufolge sei sie »deutlich abgemagert«.
Die deutsche Journalistin Eva-Maria Michelmann befindet sich in einem besorgniserregenden Zustand in syrischer Haft, so ihr Anwalt. Berichte von Mitgefangenen und einer syrischen Journalistin deuten auf Folter und Dauerverhöre hin. Michelmann wurde im Januar 2026 in Rakka festgenommen, während sie über die politische Lage in Rojava berichtete. Trotz Bemühungen der Bundesregierung wurde sie seit April nicht mehr besucht, was die Situation verschärft. Ihr Anwalt fordert intensivere Betreuung und medizinische Unterstützung für die inhaftierte Journalistin.
Die in Syrien inhaftierte deutsche Journalistin Eva-Maria Michelmann befindet sich ihrem Anwalt zufolge in einem »schlechten« Zustand. Michelmann sei »deutlich abgemagert und in einer schlechten Gesamtverfassung«, sagte ihr Rechtsanwalt Roland Meister der Nachrichtenagentur AFP.
Meister bezog sich auf Informationen des Auswärtigen Amts und einer syrischen Journalistin, die Informationen von einem Mitgefangenen erhalten habe. Außerdem gibt es Aussagen eines freigelassenen Kämpfers der kurdischen Demokratischen Kräfte Syriens (SDF). Die syrische Journalistin und der freigelassene SDF-Kämpfer hätten berichtet, dass Michelmann »gefoltert wurde und Dauerverhören, auch nachts, ausgesetzt wurde«.
Michelmann hielt sich seit 2022 in der Demokratischen Selbstverwaltung Nord- und Ostsyrien auf, auch bekannt unter dem kurdischen Namen Rojava. Von dort berichtete sie für prokurdische Medien über die politische Lage. Am 18. Januar 2026 wurde sie zum letzten Mal gemeinsam mit einem kurdisch-türkischen Kollegen in Rakka gesehen.
In der Nacht seien beide Journalisten von Sicherheitskräften festgenommen und abtransportiert worden. Weil während der Gefechte weder Telefon noch Internet in der Region funktionierten, wurde Michelmanns Festnahme erst etwa einen Monat später öffentlich bekannt.
Eine Sprecherin des Auswärtigen Amts sagte in Berlin, die Bundesregierung setze sich »mit Hochdruck« für Michelmann ein. Eine Vertreterin des Auswärtigen Amts hatte die Journalistin am 23. April erstmals in einem Gefängnis in Damaskus besuchen können. Seither habe es jedoch keinen Besuch mehr gegeben, da die syrische Regierung dafür keine Zustimmung erteilt habe, sagte Rechtsanwalt Meister.
Es sei auch unklar, ob Michelmann noch in Damaskus inhaftiert sei oder wieder zurück nach Aleppo verlegt worden sei, berichtete Meister. Laut dem syrischen Informationsminister war die Journalistin Ende April in Aleppo inhaftiert.
Der Anwalt kritisierte, dass Michelmann seit dem 23. April nicht erneut von deutschen Vertretern besucht wurde. »Sie
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