Bauchspeicheldrüsenkrebs: Neues Medikament verdoppelt Überlebenszeit
Es gilt als besonders aggressive Krebsart: Das Pankreaskarzinom wird oft erst spät entdeckt. Ein neues Medikament kann die Erkrankung in einem fortgeschrittenen Stadium offenbar einige Monate bremsen.
Neues Medikament gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs: »Revolutionärer« Durchbruch für Patienten
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Bauchspeicheldrüsenkrebs gilt als besonders tückische Erkrankung: Tumoren verursachen oft zunächst keine oder nur unspezifische Beschwerden, deshalb werden sie in vielen Fällen erst erkannt, wenn der Krebs schon gestreut hat. Nur etwa ein Zehntel der Betroffenen lebt fünf Jahre nach der Diagnose noch.
Erhebliche Fortschritte erhoffen Mediziner sich von dem neuen Medikament Daraxonrasib. Mit diesem Präparat behandelte Patientinnen und Patienten überlebten doppelt so lange im Vergleich zu Betroffenen, die eine Chemotherapie gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs erhielten, berichten Forschende im Fachjournal »New England Journal of Medicine«. Daraxonrasib hemmt mutierte Varianten eines Proteins, die in der Zelle Teilungsprozesse anstoßen und das Wachstum von Tumoren beschleunigen.
In der Studie ging es um Menschen mit Bauchspeicheldrüsenkrebs, bei denen sich bereits Tochtergeschwülste (Metastasen) gebildet hatten. In dieser fortgeschrittenen Phase der Erkrankung ist die Behandlung nur noch palliativ: Es kommt darauf an, Beschwerden zu lindern und eine unter diesen Umständen bestmögliche Lebensqualität zu erreichen.
Ein Team um die Onkologin Eileen M. O’Reilly vom Memorial Sloan Kettering Cancer Center in New York untersuchte 500 Erkrankte, die entweder mit Daraxonrasib oder mit einer Chemotherapie behandelt wurden. Patienten, die das Medikament einnahmen, lebten im Mittel noch 13,2 Monate, verglichen mit 6,6 Monaten bei Patienten, die eine Chemotherapie erhielten. Die Zeit, in der die Krankheit nicht fortschritt, war bei der Daraxonrasib-Gruppe mit 7,3 Monaten gut doppelt so lang wie bei der Chemotherapie-Gruppe (3,5 Monate).
Bei allen mit Daraxonrasib Behandelten traten Nebenwirkungen auf. In der Chemotherapie-Gruppe galt dies für 97,7 Prozent der Personen. Allerdings fielen die Nebenwirkungen bei dem neuen Medikament verglichen mit der Chemotherapie-Gruppe seltener schwer aus (61,8 gegenüber 69,6 Prozent). Außerdem führten Nebenwirkungen bei den Daraxonrasib-Behandelten seltener dazu, dass eine Therapie abgebrochen wurde (1,2 gegenüber 11,2 Prozent).
Bei der Arbeit der Forscher handelt es sich um eine sogenannte Phase-III-Studie. Das ist oft die letzte und entscheidende Hürde vor der Zulassung eines Medikaments. Nach Angaben des Science Media Center (SMC) in Köln hat die US-Behörde für Lebens- und Arzneimittel (FDA) entschieden, dass das Medikame
📌 Kaynak
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