DeepL kooperiert mit AWS: Digitale Souveränität darf nicht aus Bequemlichkeit auf der Strecke bleiben

💻 Teknoloji 📰 t3n 🕐 3 gün önce
DeepL kooperiert mit AWS: Digitale Souveränität darf nicht aus Bequemlichkeit auf der Strecke bleiben

Es gibt Momente, in denen eine technische Entscheidung mehr ist als eine technische Entscheidung. Der Schritt von DeepL, künftig Amazon Web Services als Unterauftragsverarbeiter einzubinden, ist so ein Moment, meint unser Autor. weiterlesen auf t3n.de

Es gibt Momente, in denen eine technische Entscheidung mehr ist als eine technische Entscheidung. Der Schritt von DeepL, künftig Amazon Web Services als Unterauftragsverarbeiter einzubinden, ist so ein Moment, meint unser Autor.

DeepL setzt mittlerweile auf die Dienste von AWS. (Foto: T. Schneider / Shutterstock)

Natürlich kann man sagen: DeepL wächst, DeepL braucht globale Reichweite, DeepL will geringe Latenzen in allen Märkten. Das ist aus Unternehmenssicht nachvollziehbar. Niemand skaliert ein internationales KI-Produkt mit romantischen Vorstellungen von Serverräumen im Keller. Aber darum geht es nicht.

Es geht um die Frage, was Europa eigentlich meint, wenn es von digitaler Souveränität spricht. DeepL betont, Kundendaten würden verschlüsselt, AWS erhalte keinen Zugriff „in verwertbarer Form“, DeepL bleibe Datenverarbeiter, und Daten aus kostenpflichtigen Diensten würden nicht zum Training verwendet. Das ist wichtig. Und es ist besser als vieles, was wir von anderen Anbietern kennen. Aber es löst den eigentlichen Konflikt nicht.

Denn digitale Souveränität bedeutet nicht nur: Die Daten liegen irgendwo in Europa. Sie bedeutet: Wer kontrolliert Infrastruktur, Zugriff, Betrieb, Abhängigkeiten und rechtliche Rahmenbedingungen? Genau dort wird es schwierig, wenn ein europäisches KI-Unternehmen zentrale Teile seiner Infrastruktur auf einen US-Hyperscaler auslagert.

#tech

📌 Kaynak

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