Energy-Sharing: Solarstrom kann jetzt geteilt werden

📌 Diğer 📰 Tagesschau 🕐 3 gün önce
Energy-Sharing: Solarstrom kann jetzt geteilt werden

Wer eine Solaranlage hat, darf überschüssigen Strom ab heute an Verbraucher in der gleichen Stadt abgeben. Zumindest auf dem Papier. In der Praxis gibt es Hürden, die den Durchbruch des Modells bremsen. Von Margareta Holzreiter. [ mehr ]

Wer eine Solaranlage hat, darf überschüssigen Strom ab heute an Verbraucher in der gleichen Stadt abgeben. Zumindest auf dem Papier. In der Praxis gibt es Hürden, die den Durchbruch des Modells bremsen.

Wer auf dem Dach des Ladenburger Gymnasiums in Baden-Württemberg steht, hat einen schönen Blick auf die historische Altstadt, sieht vor allem viele rote Ziegeldächer. Solaranlagen? Fehlanzeige.

Das Flachdach des Gymnasiums dagegen ist bedeckt mit Solarmodulen. Die PV-Anlage gehört der Bürgerinitiative BIPLA. Überschüssigen Sonnenstrom hat die Initiative bisher ins Netz eingespeist.

Durch eine neue Regelung im Energiewirtschaftsgesetz könnte dieser Strom zukünftig direkt an Haushalte in der Ladenburger Altstadt abgegeben werden. Geteilt würde der Strom über das öffentliche Stromnetz, also "ohne eine neue Leitung zu legen", erklärt Marius Steigerwald von der Bürgerinitiative.

Deutschland ist EU-weit Spitzenreiter im Ausbau von Solaranlagen. mehr

Um die europäischen Energie- und Klimaziele voranzutreiben, hat die EU schon 2018 die rechtlichen Grundlagen für Energy Sharing geschaffen. Seither wartet die Bürgerinitiative darauf, dass Deutschland die Richtlinie in nationales Recht überführt. In anderen EU-Mitgliedsstaaten wie Österreich und Spanien ist das längst geschehen. In Deutschland ist der entscheidende Paragraph 42c im Energiewirtschaftsgesetz erst im Dezember 2025 in Kraft getreten mit der Umsetzungsfrist 1. Juni 2026.

"Jetzt ist das Gesetz endlich da", freut sich Jochen Liebrich. Er ist Vorstandsmitglied der Bürgerinitiative und bewohnt eine sanierte Scheune in der Ladenburger Altstadt. Auf seinem Dach hat er keine PV-Anlage, durch seine Wärmepumpe und das E-Auto aber einen hohen Strombedarf. Den Strom würde er in Zukunft gerne via Energy Sharing von den Solaranlagen der Bürgerinitiative beziehen. Die Hoffnung, dass das schon Anfang Juni möglich ist, hat Jochen Liebrich allerdings aufgegeben.

2026 stehen in der deutschen Klimapolitik einige Änderungen an. mehr

Denn das Modell Energy Sharing bringt neue Herausforderungen mit sich und benötigt Vorbereitung: Tatsächlich wird der Strom nicht physisch geteilt, sondern rein rechnerisch. Im Hintergrund wird viertelstündlich abgeglichen und verrechnet, wie hoch der Überschuss beim Anlagenbetreiber ist und wie viel der Abnehmer gleichzeitig verbraucht. Zudem haben die Abnehmer im Energy-Sharing-Modell fortan zwei Stromverträge: ihren regulären Stromvertrag und einen weiteren mit dem Anlagenbetreiber, der seinen überschüssigen Strom abgibt.

Um sich darauf vorzubereiten, hatte die Bürgerinitiative im Fe

📌 Kaynak

Bu özet Tagesschau kaynağından otomatik derlenmiştir. Tamamı için orijinal habere gidin.

Orijinal haberi oku →
← Tüm haberlere dön