Referendariat für Lehrer: »Das Ref hat mich fast gebrochen«
Bis zu 70-Stunden-Wochen und eine Bezahlung unter Mindestlohn: Das Referendariat vergrault junge Lehrkräfte. Dabei werden sie dringend gebraucht.
Deutschland steht vor einem Lehrermangel: Bis 2035 fehlen fast 50.000 Lehrkräfte, obwohl jährlich 50.000 Lehramtsstudierende starten. Zwei angehende Lehrerinnen berichten von ihren Erfahrungen im Referendariat: Eni kämpfte sich durch, während Lea das System als krankmachend empfand. Enis naive Vorstellungen vom Lehrerberuf wurden schnell von der Realität eingeholt, während Lea unter dem hohen Druck und den unrealistischen Anforderungen des Referendariats litt. Beide schildern eindringlich, wie das System an seine Grenzen stößt und dringend reformiert werden muss, um angehende Lehrkräfte nicht zu überfordern.
An deutschen Schulen fehlen bis 2035 fast 50.000 Lehrer:innen: Die Babyboomer gehen in Rente, die Zahl der Schüler:innen steigt durch geburtenstarke Jahrgänge. Wenn man sich die Zahl der Lehramtsstudierenden anschaut, dürfte das eigentlich kein Problem sein: Jedes Jahr schreiben sich etwa 50.000 Menschen für Lehramt ein. Doch auf dem Weg in den Job scheint etwas schiefzugehen. Nur etwa 28.000 beenden auch ihr Referendariat.
Hier erzählen zwei angehende Lehrerinnen, die auf diesem Weg unterschiedliche Entscheidungen getroffen haben. Eni*, 27, hat im Herbst 2024 ihr Referendariat an einem Gymnasium in Nordrhein-Westfalen begonnen. Sie sagt, die Zeit habe sie fast gebrochen. Trotzdem hat sie durchgezogen und sucht gerade einen Job. Lea F., 27, hat im August 2025 ihr Referendariat an einer Gesamtschule in Mecklenburg-Vorpommern begonnen. Nach sieben Monaten war sie so krank, dass sie abbrechen musste. Warum haben sie sich so entschieden?
📌 Kaynak
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