Belegschaftseigentum: »Die Belegschaft ist der ideale Käufer«

📌 Diğer 📰 Zeit Online 🕐 3 gün önce
Belegschaftseigentum: »Die Belegschaft ist der ideale Käufer«

Dem Mittelstand fehlen Erben, vielen Unternehmen droht deshalb das Aus. Der Philosoph Hannes Kuch hat eine Lösung, die sowohl Neoliberale als auch Sozialisten begeistert.

Der Philosoph Hannes Kuch setzt sich für die Reform des Genossenschaftsgesetzes ein, um die Krise des Mittelstands zu bewältigen. Die große Ruhestandswelle führt dazu, dass viele Unternehmenseigentümer vergeblich nach Nachfolgern suchen. Kuch plädiert dafür, dass Unternehmen ihre Belegschaft als Käufer in Betracht ziehen, um Kontinuität und Arbeitsplätze zu sichern. Trotz anfänglicher Vorbehalte zeigt die Erfahrung, dass Belegschaftsübernahmen erfolgreich sind und die Ausfallrisiken geringer als bei anderen Übernahmeformen. Das Modell des Belegschaftseigentums ist in den USA und Großbritannien bereits etabliert und findet auch in Deutschland zunehmendes Interesse.

Wir leben in Zeiten, die uns einiges Kopfzerbrechen bereiten. Deshalb fragen wir in dieser Serie, was interessante Köpfe gegenwärtig bedenkenswert finden. Heute antwortet der Philosoph Hannes Kuch, ein Unternehmersohn, der das Genossenschaftsgesetz reformieren will.

Hannes Kuch: Ich frage mich, wie wir es hinbekommen können, der Krise des Mittelstands abzuhelfen und dabei die demokratische Öffentlichkeit in die Debatte einzubeziehen. Denn die große Ruhestandswelle lässt mittelständische Unternehmenseigentümer, die ihre Firmen weitergeben möchten, nun händeringend nach Nachfolgern suchen – und die fehlen dramatisch. Die nachfolgende Generation der potenziellen Erben ist innerhalb der Familien viel kleiner, und es gibt außerdem wenig Kaufinteressenten.

📌 Kaynak

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