Henning Höne: FDP-Vize Henning Höne ruft Partei zur Einheit auf
Der rechtsliberale Wolfgang Kubicki ist neuer FDP-Chef. Sein Vize Henning Höne wertet das als Richtungsentscheidung. Parteiinterne Gegner müssten sich »integrieren«.
FDP-Vize Henning Höne ruft zur Einheit auf, nachdem Wolfgang Kubicki zum Parteichef gewählt wurde und Agnes Strack-Zimmermann ihn herausforderte. Trotz unterschiedlicher politischer Ausrichtungen betonen beide ihre Einigkeit. Höne mahnt zur Integration innerhalb der Partei. Kubicki und Strack-Zimmermann betonen ihre Übereinstimmungen und weisen Richtungsstreitigkeiten zurück. Die Debatte innerhalb der FDP ist jedoch noch nicht beendet, so Strack-Zimmermann.
FDP-Vize Henning Höne hat seine Partei zu Einheit aufgerufen. »Der Parteitag hat eine Entscheidung getroffen, und diese Entscheidung gilt«, sagte Höne der Rheinischen Post. »Für mich ist selbstverständlich: Wer Wettbewerb gewinnt, muss danach Signale der Integration senden. Wer Wettbewerb verliert, muss signalisieren, dass er integriert werden will.« Genau das werde nun passieren.
Wolfgang Kubicki war am Wochenende zum Parteichef gewählt worden. Überraschend entschied sich die Europaabgeordnete Agnes Strack-Zimmermann dazu, ihn herauszufordern, und holte knapp 40 Prozent der Stimmen.
Kubicki gilt in der FDP als Rechtsliberaler. Strack-Zimmermann betonte in ihrer Rede hingegen ihre sozialliberale Ausrichtung. Nach der hart umkämpften Abstimmung verzichteten beide auf ein öffentliches Signal der Aussöhnung.
»Es gibt nun eine Parteiführung, und dieser Parteiführung gehören sowohl Wolfgang Kubicki als auch Marie-Agnes Strack-Zimmermann an. Diese Parteiführung muss die Partei zu 100 Prozent zusammenführen«, sagte Höne.
Kubicki sagte dem Sender Welt TV, bei einem Treffen am Montag in Berlin hätten er und Strack-Zimmermann sich darauf verständigt, ihre »Nickeligkeiten« in der Öffentlichkeit nicht fortzusetzen. Der Eindruck eines Zerwürfnisses sei falsch. »Ich kenne keinen politischen Punkt, wo Marie-Agnes Strack-Zimmermann und ich unterschiedlicher Auffassungen sind«, sagte Kubicki.
Auch der neue Generalsekretär Martin Hagen wies Berichte über einen Richtungsstreit bei den Liberalen zurück. Kubicki und Strack-Zimmermann seien sich in 90 Prozent aller Fragen einig, sagte Hagen im Deutschlandfunk. Dort, wo sie unterschiedliche Akzente setzten, hätten die Delegierten eine Richtungsentscheidung getroffen.
Für Strack-Zimmermann sind die Debatten allerdings noch nicht beendet. »Wir werden diskutieren. Und wir werden insbesondere inhaltlich diskutieren«, sagte sie der Welt. »Dass einer alles vorgibt und alle anderen hinterherlaufen, ist Geschichte.«
📌 Kaynak
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