Studie: mRNA-Impfung senkt das Risiko für Hautkrebs-Rückfall
Die Zahl der Hautkrebs-Fälle ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Eine mRNA-Impfung in Kombination mit einer Immuntherapie könnte auch langfristig vor einem Rückfall schützen - das zeigen aktuelle Daten. Von M. Winkelheide. [ mehr ]
Die Zahl der Hautkrebs-Fälle ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Eine mRNA-Impfung in Kombination mit einer Immuntherapie könnte auch langfristig vor einem Rückfall schützen - das zeigen aktuelle Daten.
Nach dem Tennisspielen spürte er plötzlich Schmerzen im linken Arm. "Dann bin ich in die Klinik gefahren. Und dann ist dabei diese Diagnose gemacht worden: Melanom", erzählt ein Patient aus Hamburg. Er weiß: Auch wenn der Tumor entfernt ist, kann er wiederkommen oder Tochtergeschwulste bilden.
Dieses Risiko ist bei einem Melanom - auch schwarzer Hautkrebs genannt - sehr hoch. Der Patient entschloss sich, an einer Studie teilzunehmen. Sie untersucht, ob eine mRNA-Impfung gegen sein Melanom das Rückfallrisiko senken kann. Die Impfung soll dem Immunsystem beibringen, Tumorzellen zu erkennen und abzutöten.
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"Wir wissen, dass bei faktisch jedem immungesunden Patienten mit einem Melanom bereits eine Immunattacke abläuft, das Immunsystem bereits versucht, diese Zellen anzugreifen und zu zerstören", erklärt Christopher Gebhardt von der Klinik für Dermatologie an der Universitätsklinik Hamburg Eppendorf (UKE). "Diese Immunreaktionen gilt es zu verstärken." Gebhardt leitet den Hamburger Teil der aktuell laufenden sogenannten Phase-3-Studie.
Eine erste kleinere Phase-2-Studie mit 157 Teilnehmern konnte bereits nach zwei Jahren zeigen: Die Kombination von Immuntherapie und mRNA-Impfung senkt das Risiko, einen Rückfall zu erleiden, deutlicher als die Immuntherapie alleine.
Dabei wurde Menschen mit schwarzem Hautkrebs zunächst ihr Melanom entfernt. Danach erhielten alle Patienten eine medikamentöse Behandlung als Infusion, eine Immuntherapie. Zwei von drei Patienten bekamen zusätzlich noch einen auf den jeweiligen Tumor angepassten mRNA-Impfstoff. Jetzt, nach fünf Jahren, wurden neue Ergebnisse veröffentlicht, die zeigen: Das Rückfallrisiko bleibt auch langfristig reduziert.
Die mRNA-Studien verbinden zwei Konzepte, die beide am Immunsystem ansetzen. Bei der medikamentösen Behandlung per Infusion werden sogenannte Checkpoint-Inhibitoren verabreicht, die das Immunsystem aktivieren. "Tatsächlich wissen wir auch, dass die Medikamente wirksam sind, aber auch dort wahrscheinlich nur bei einem Teil, vielleicht etwa der Hälfte der Patienten. Die andere Hälfte scheint immunresistent zu sein", so Gebhardt.
Die mRNA-Impfung soll die Checkpoint-Inhibitoren ergänzen, indem sie die Immunzellen gezielt auf die Krebszellen hinweist.
Der Nutzen des Hautk
📌 Kaynak
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