ORF-Chef Pig stellt Auswahl von ORF-Direktoren neu auf: EU-Regeln statt Sideletter

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ORF-Chef Pig stellt Auswahl von ORF-Direktoren neu auf: EU-Regeln statt Sideletter

Externe Berater aus Deutschland und Schweiz sollen Shortlist erstellen, dann Bewerbungsgespräche. Bestellung dürfte sich damit in den August verschieben

Externe Berater aus Deutschland und Schweiz sollen Shortlist erstellen, dann Bewerbungsgespräche. Bestellung dürfte sich damit in den August verschieben

Der neu bestellte ORF-Generaldirektor Clemens Pig bricht mit den bisherigen Abläufen für die Bestellung von ORF-Direktorinnen und Direktoren. Er stellt das Verfahren nach STANDARD-Informationen gemäß den Vorgaben des EU-Medienfreiheitsgesetzes neu auf. Pig äußerte sich auf STANDARD-Anfrage bisher nicht zu diesen Informationen.

Externe Personalberater aus Deutschland und der Schweiz sollen die Bewerbungen sichten und eine Shortlist erstellen. Wer auf der Shortlist steht, wird zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen. Die Auswahl soll nach den Ausschreibungskriterien erfolgen, zudem nach international üblichen Kriterien für die Personalauswahl von Managerinnen und Managern sowie nach den Fähigkeiten und Eignungen in Sachen digitale Transformation und Public Value, also öffentlich-rechtlichen Maßstäben.

Für ein so gründliches Auswahlverfahren reicht die bisher vorgesehene, sehr knapp bemessene Zeit zwischen Ende der Bewerbungsfrist am 14. Juli 2026 und der Bestellung am 21. Juli 2026 nicht aus. Bei einem zügigen Verfahren ist in der ersten Augusthälfte mit einem Vorschlag des nächsten ORF-Generaldirektors an den Stiftungsrat und einem Bestelltermin zu rechnen. Nach bisheriger Planung hätte Pig etwa drei Tage Zeit gehabt für Auswahl und Vorschläge.

Update: Der Vorsitzende des Stiftungsrats, Heinz Lederer, führt eine mögliche Verschiebung des Bestelltermins auf die große Zahl von Bewerbungen zurück. Ein neuer Termin stehe noch nicht fest. Lederer und sein Stellvertreter Gregor Schütze sollen über Pigs Pläne für ein gründlicheres Auswahlverfahren nach Kriterien des EU-Medienfreiheitsgesetzes informiert sein. Lederer und Schütze sind auch Sprecher der Freundeskreise (Fraktionen) von SPÖ und ÖVP im Stiftungsrat.

Der ORF ließ am Montagnachmittag verlauten, Lederer, Schütze und Pig hätten eine Verschiebung der Generalswahl vereinbart. In einer Aussendung wird das begründet mit einer "erfreulich hohen Anzahl an hochkarätigen Bewerbungen". Also verschiebe man die Bestellung "auf einen späteren Zeitpunkt, um einen professionellen Auswahlprozess entsprechend aller gesetzlichen Vorgaben, insbesondere des Europäischen Medienfreiheitsgesetzes, sicherstellen zu können".

Ein neuer Termin zur Bestellung der zukünftigen Direktorinnen und Landesdirektoren werde derzeit abgestimmt, er soll "voraussichtlich im August" stattfinden.

Das neue Auswahlverfahren soll die Bestellung von Direktorinnen und Direktoren offenbar nach

📌 Kaynak

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