Zwei Studien des Quantenpioniers Max Planck wurden überraschend zurückgezogen

🔬 Bilim 📰 Austria 🕐 3 saat önce
Zwei Studien des Quantenpioniers Max Planck wurden überraschend zurückgezogen

Der Wissenschaftsverlag Springer Nature zog zwei Studien von Planck zurück. Die Hintergründe sind fragwürdig

Der Wissenschaftsverlag Springer Nature zog zwei Studien von Planck zurück. Die Hintergründe sind fragwürdig

Wenn eine Studie von einem Fachjournal zurückgezogen wird, ist das für die Autoren und manchmal für das betreffende Journal meist peinlich, stellt aber im Wissenschaftsbetrieb in gewisser Hinsicht auch einen normalen Vorgang dar. Selbst der Peer-Review-Prozess ist nicht unfehlbar, und es muss sichergestellt werden, dass nur einwandfreie Arbeiten als Grundlage für weitere Forschungsarbeit verfügbar sind. Auch den Besten passieren Fehler, wie eine Aufstellung des Onlineportals Retraction Watch belegt. Dort sind mehr als 20 nobelpreisgekrönte Forschende angeführt, von denen bereits Arbeiten zurückgezogen werden mussten.

Doch als der Wissenschaftshistoriker Yves Gingras von der Universität Quebec in der Liste den Namen Max Planck las, wurde er stutzig. Der deutsche Physiker postulierte einst, dass Energie in Quanten übertragen wird, und legte damit den Grundstein für die Entwicklung der Quantenphysik. Für diese Forschung, die er zu Beginn des 20. Jahrhunderts durchführte, erhielt er bereits 2018 den Nobelpreis für Physik.

Die beiden zurückgezogenen Arbeiten stammen aus den 1940er-Jahren, wie Gingras herausfand, also aus den letzten Jahren vor Plancks Tod im Jahr 1947, und erschienen im Journal Naturwissenschaften. Dieses gehört inzwischen zum Wissenschaftsverlag Springer Nature, der sie online verfügbar macht.

Dort sind die Arbeiten aktuell mit einem Hinweis versehen, dass sie aufgrund von "Copyrightverletzungen" zurückgezogen wurden. Geschehen ist das offenbar im Jahr 2011. Gingras hielt einen solchen Vorwurf gegenüber Planck für "unmöglich", wie er dem Journal Science erzählt, und ging der Sache nach.

Es stellte sich heraus, dass einer der beiden Artikel tatsächlich in verschiedenen Journals in identischer Form erschienen war. Der Historiker Mahdi Khelfaoui von der University of Quebec Trois-Rivières macht aber darauf aufmerksam, dass derartiges zur Zeit des Erscheinens der Arbeit durchaus üblich war, um Studien möglichst weithin bekannt zu machen. Albert Einstein hatte dasselbe getan, wobei von ihm keine Arbeiten zurückgezogen wurden. Ungewöhnlich ist laut Gingras auch, dass der Artikel überhaupt gelöscht wurde und ein leeres PDF angezeigt wird. Eine Bezahlschranke mit einem Betrag über knapp 40 Dollar für das leere Dokument, von der Gingras noch berichtet, findet sich dort mittlerweile nicht mehr.

Auch der Titel der zweiten Arbeit findet sich mehrfach in der wissenschaftlichen Literatur. Tatsächlich gibt es sogar in Naturwissenschaften eine

#wissenschaft

📌 Kaynak

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