"Jeder kann Sport machen": Sportlerinnen und Sportler der Special Olympics im Porträt

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"Jeder kann Sport machen": Sportlerinnen und Sportler der Special Olympics im Porträt

Manfred Schäfer und das Selbstbewusstsein, das ihm der Tischtennissport gab. Maria Malle und die Pferde, die nicht bewerten oder vergleichen, sondern nur reagieren

Manfred Schäfer und das Selbstbewusstsein, das ihm der Tischtennissport gab. Maria Malle und die Pferde, die nicht bewerten oder vergleichen, sondern nur reagieren

Das waren heiße fünf Tage in Wien - ausgerechnet jene Tage, an denen die neunte Auflage der Special Olympics Sommerspiele stattgefunden hat. Bewere in eingen (Oztdoor)-Disziplinen mussten abgesagt oder in die Halle verlegt werden. Bei der Schlussfeier am MOntag in der Sport Arena Wien sollte ein Weltrekordversuch steigen. Special-Olympics-Botschafter Philipp Jelinek hat rund 3.000 Sportler:innen, Trainer:innen, Volunteers und das Saalpublikum zur größten inklusiven Trainingseinheit aller Zeiten aufgerufen. Der STANDARD stellt(e) täglich Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor. Die Porträts und Fotos wurden von Special Olympics zur Verfügung gestellt.

Wenn man Manfred "Manny" Schäfer erlebt, fällt zuerst seine fröhliche Art auf. Er macht Scherze, lacht viel, sucht den Kontakt zu anderen. Doch hinter diesem offenen Wesen steckt eine Geschichte, die sein Leben verändert hat.

Mit etwa elf Jahren stürzt er rückwärts von einer Mauer. Ein schweres Schädel-Hirn-Trauma bleibt zurück. Davor war er ein gesundes Kind, spielte Tischtennis mit seinem Onkel, lernte Englisch in der Schule. Danach ist vieles anders. Seine Beeinträchtigung begleitet ihn bis heute. Autofahren kann er nicht. Das Sprechen fällt ihm oft schwer, Worte stocken, Sätze brauchen Zeit. Geduld gehört dazu, wenn man Manny zuhört.

Und doch gibt es da diesen bemerkenswerten Gegensatz: Sobald er Englisch spricht, scheint etwas in ihm zurückzukehren. Die Worte fließen klarer, flüssiger, beinahe selbstverständlich. Als hätte sein Gedächtnis einen Teil dieser Sprache besonders fest bewahrt. Bei internationalen Bewerben gab er Interviews sogar auf Englisch – sicherer als auf Deutsch.

Doch am stärksten wirkt Manny wahrscheinlich an der Tischtennisplatte. Der Sport begleitet ihn schon seit seiner Kindheit. Bereits vor dem Unfall spielte er mit seinem Onkel, lernte früh den Umgang mit Schläger und Ball. Vielleicht ist genau deshalb etwas geblieben – ein Gefühl von Vertrautheit, das selbst schwere Einschnitte überdauert hat. Heute ist Tischtennis weit mehr als nur Bewegung für ihn. Es ist Ausgleich, Freiheit und ein Stück Selbstbestimmung. "Beim Sport fühle ich mich nicht beeinträchtigt ", sagt er.

Im Alltag braucht vieles Struktur. Manny arbeitet beim Arbeits- und Dienstleistungsprojekt "gschickt und gschwind" der Caritas in Bludenz – einem Projekt für Menschen mit Beeinträchtigung, das wirtschaftsnahe Dienstleistungen ermöglicht. Dort übernimmt er

📌 Kaynak

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