Stellenabbau bei Volkswagen: VW-Spitze schweigt laut Arbeitnehmerseite zu Umfang des Stellenabbaus
Bis zu 100.000 Stellen sollen Medienberichten zufolge bei VW wegfallen. Der Betriebsrat hat dazu noch keine Details von der Konzernspitze erhalten.
Volkswagen plant massiven Stellenabbau: Betriebsrat und Management halten sich bedeckt. Insider sprechen von bis zu 100.000 wegfallenden Stellen. Gewerkschaften und Politik kritisieren die Pläne scharf und drohen mit Widerstand. Konzernchef Blume will Sparkurs verschärfen, Betriebsrat fordert Transparenz. Entscheidung über die Zukunft von VW-Werken steht bevor, Aufsichtsrat soll am 9. Juli informiert werden.
Das Management des Autokonzerns Volkswagen hält sich nach Angaben der Arbeitnehmervertreter weiterhin bedeckt zum genauen Umfang des geplanten Stellenabbaus. Der VW-Betriebsrat habe zwar ein umfangreiches Antwortpaket zu zuvor gestellten Fragen bekommen, heißt es in einer Mitteilung des Betriebsrats im Intranet des Konzerns, über die mehrere Nachrichtenagenturen berichten. Konkrete Ziele für einen Stellenabbau tauchten darin allerdings nicht auf, obwohl mögliche Auswirkungen auf die Beschäftigtenzahl »natürlich Teil der Fragen waren«, so der Betriebsrat.
»In Gremiensitzungen hat der Konzernvorstand allerdings dem Konzernbetriebsausschuss schon mitgeteilt, dass die bisher vereinbarten Stellenreduzierungen seiner Meinung nach nicht ausreichen würden – aber auch dabei gab es keine Aussagen zu Größenordnungen«, hieß es weiter.
Das Manager Magazin hatte in der vergangenen Woche unter Berufung auf Insider von bis zu 100.000 Stellen berichtet, die in den nächsten Jahren bei VW wegfallen könnten. Das wären doppelt so viele, wie bislang vereinbart. Insider hatten gesagt, der kriselnde Autobauer stehe vor dem größten Umbauprogramm seiner fast 90-jährigen Geschichte. Die Produktion von Konzernautos in den Werken Emden, Zwickau, Hannover und Neckarsulm stehe auf der Kippe.
Bei Arbeitnehmern und Politik waren die Pläne auf Kritik gestoßen. IG-Metall-Vorsitzende Christiane Benner, VW-Betriebsratschefin Daniela Cavallo und IG-Metall-Bezirksleiter Thorsten Gröger sagten in einem gemeinsamen Statement, die erneuten Medienberichte verunsicherten die Belegschaft. »Angriffe auf das VW-Gesetz, die Mitbestimmung und unsere Standorte sind unverantwortliche Drohungen. Sollten solche Pläne vorangetrieben werden, würden wir sie mit aller Macht verhindern«, teilten sie mit.
Konzernchef Oliver Blume hatte bereits im Frühjahr angekündigt, an einem neuen »Zielbild 2030« für den Konzern zu arbeiten und dabei auch den Sparkurs deutlich verschärfen zu wollen. Der Betriebsrat stellte daraufhin nach eigenen Angaben im Mai 86 Fragen zum Thema. Die Antwort sei vergangene Woche am Donnerstagabend gekommen. Das Paket umfasse 43 Seiten, die derzeit vom Betriebsrat ausgewer
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