Fußball-WM heute: Deutschland sucht den Decider

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Fußball-WM heute: Deutschland sucht den Decider

Vor der Paraguay-Partie spielt das deutsche Team Verstecken in Winston-Salem. Südkoreas Präsident fordert eine Untersuchung des frühen WM-Aus seiner Nation. Der WM-Abend

Das Sechzehntelfinale der DFB-Auswahl gegen Paraguay steht bevor, und die Erwartungen sind hoch. Ein Sieg könnte die Stimmung aufhellen, ein Ausscheiden jedoch zu turbulenten Zeiten beim DFB führen. Spieler wie Joshua Kimmich und der junge Rayan stehen im Fokus, während die deutsche Nationalhymne und die politische Lage in Südkorea für Diskussionen sorgen. Die WM verspricht Spannung und Überraschungen - sowohl auf dem Platz als auch abseits davon.

Aus deutscher Sicht natürlich das Sechzehntelfinale der DFB-Auswahl in Boston gegen Paraguay (22:30 Uhr, ZDF). Nach dem lauwarmen Auftritt gegen Ecuador zuletzt hängt ein gewaltiges Tiefdruckgebiet über Bundestrainer Julian Nagelsmann. Ein deutlicher Sieg könnte die Luft klären, bei einem Ausscheiden hingegen dürfte es beim DFB zu einem Sommergewitter kommen. Kündigungen, Neuaufstellungen, große Reformdebatten – alles möglich, wenn es heute gegen Paraguay nicht reicht. Deren Mannschaft ist zwar nicht besonders gut, aber doch unangenehm, wie meine Kollegen Laura Sophia Jung und Nico Horn analysieren. Die Paraguayer gehen lieber auf Gegner- als auf Torjagd.

Die Decider. So nennt Julian Nagelsmann Spieler, die mit ihren außergewöhnlichen Fähigkeiten eine Partie entscheiden können. Als Deutschland 2002 das bisher letzte Mal bei einer WM auf Paraguay traf, hieß der Decider Oliver Neuville, der kurz vor Schluss das 1:0 schoss. Damals war vieles anders: Fußballschuhe gab es nur in schwarz, Oli Kahn trug Koteletten bis zum Kinn und hinten rechts spielte ein gewisser Torsten Frings. Der war eigentlich defensiver Mittelfeldspieler, musste aber auf der rechten Abwehrseite aushelfen. Kommt Ihnen irgendwie bekannt vor? Joshua Kimmich auch. Ob Kimmich heute Abend auf der Sechs starten würde, ließ der Bundestrainer auf der Pressekonferenz vor dem Spiel zumindest mal offen.

Rayan. Vor acht Jahren schrieb ein Sportportal über ihn, man solle sich diesen Namen merken: Rayan, 11 Jahre alt, mit 115 Toren im Jahr 2017. Heute ist der immer noch erst 19-Jährige bei seiner ersten Weltmeisterschaft angekommen. Vor einem halben Jahr wechselte er aus Brasilien, wo er 20 Tore in 57 Spielen schoss, für knapp 30 Millionen Euro nach England zum AFC Bournemouth. Mit 15 Spielen und fünf Toren empfahl sich der Linksfuß für den brasilianischen WM-Kader von Trainerlegende Carlo Ancelotti. Heute Abend trifft er auf Japan (19 Uhr, ZDF), auf das er sich allerdings ähnlich gewissenhaft vorbereitet hat wie andere 19-Jährige auf eine weitere, nervige Klausur in einem Nebenfach. Als ein japanischer Journalist ihn fragte, wer denn der gefährlichste Spi

📌 Kaynak

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