Marktmacht der US-Techkonzerne: Ist ein Leben ohne Google möglich?

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Marktmacht der US-Techkonzerne: Ist ein Leben ohne Google möglich?

Google ist aus dem Alltag kaum mehr wegzudenken. Alternative Dienste zur Internetsuche oder Navigation sind nur wenig bekannt. Die Folgen für Händler, Plattformbetreiber und Nutzer sind gravierend. Von Jörg Hommer. [ mehr ]

Google ist aus dem Alltag kaum mehr wegzudenken. Alternative Dienste zur Internetsuche oder Navigation sind nur wenig bekannt. Die Folgen für Händler, Plattformbetreiber und Nutzer sind gravierend.

Täglich verwendet Heike Kuhk-Hanisch aus Esslingen Produkte und Dienstleistungen von Google. Ob bei der Internet-Recherche, bei der Navigation oder beruflich, indem sie Daten in der Google-Cloud sichert. Für die ARD-Dokumentation "Die Wahrheit über Google" hat die Grundschullehrerin zwei Wochen lang auf die gewohnten Google-Dienste verzichtet und Alternativen ausprobiert.

Wer heute im Internet etwas sucht, fragt Google. Und wer im Web gefunden werden und verkaufen will, ist auf Google angewiesen. August Ullrich hat 2014 in Berlin eine Schnapsbrennerei gegründet. Ein Drittel seines Umsatzes macht er über seinen Webshop. Beim Wachstum geholfen habe ihm dabei anfangs Google. Damals sei die Weiterleitung noch kostenlos gewesen. Mittlerweile, sagt er, lasse sich Google die Sichtbarkeit bezahlen. Und für ihn werde es immer teurer. Da Google inzwischen die einzig relevante Suchmaschine sei, gebe es keine Alternative.

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"Wir sind Google, ich würde sagen, ausgeliefert", sagt Ullrich. "Wir trauen uns nicht, es abzuschalten. Wenn wir nicht Google bezahlen für unsere Sichtbarkeit, dann findet man uns nicht mehr. Dann ist einfach die Marke nicht mehr da online." Für eine Marke wie seine wäre das ein "Super-GAU". "Wenn wir den Zugang zum Kunden verlieren im Internet, dann verlieren wir auch den Umsatz."

Auf der anderen Seite ist das Werbegeschäft für Google die wichtigste Einnahmequelle. Allein im Jahr 2025 wuchs der Gesamtumsatz im Vergleich zum Vorjahr um fast 20 Prozent auf 405 Milliarden Dollar. Das Problem: Google missbraucht laut einer US-Gerichtsentscheidung seine große Marktmacht bei der digitalen Werbetechnologie. Denn um gefunden zu werden, müssen Werbetreibende bezahlen und stehen dabei im Wettbewerb mit anderen Unternehmen. Google versteigert nämlich Werbeplätze, die besten Plätze gehen an den Höchstbietenden.

August Ullrich erzählt, er wisse nie, wie weit oben seine Seite letztlich angezeigt wird. Und auch, wo die Nutzer seine Marke letztlich anklicken, ob in der Websuche, auf Youtube oder bei GMail, erfahre er von Google nicht. Das größte Problem sei allerdings neben den steigenden Kosten bei Google die Alternativlosigkeit. "Google war nicht alternativlos von Tag eins. Es gab Konkurrenten, man konnte Google nicht machen und man hatte trotzdem einen Webshop. Heute

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